• MÄRKTE EUROPA/Einkäufer und ifo-Index drücken Kurse ins Minus

    Donnerstag 24.05.2012, 10:27 Uhr
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    FRANKFURT (Dow Jones) - Die europäische Schuldenkrise kommt immer mehr in den Unternehmen an und lastet auf den Aktienkursen. Umfragen unter Einkaufsmanagern in Deutschland, Frankreich und der Eurozone haben enttäuscht. Der viel beachtete ifo-Index konnte die ohnehin bereits niedrigeren Erwartungen von Volkswirten ebenfalls nicht erfüllen. Der DAX verliert 0,3 Prozent auf 6.267 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,4 Prozent auf 2.126 Punkte nach.

    Nach einer späten Kurs-Rally an Wall Street am Mittwoch startete der DAX noch mit einem Plus von 1 Prozent. Rasch jedoch bröckelten die Kurse angesichts der enttäuschenden Einkaufsmanagerindizes immer weiter ab. Schon aus China gab es am frühen Morgen eine schlechte Nachricht: Ein von der Großbank HSBC ermittelter Einkaufsmanagerindex fiel im Mai den siebten Monat in Folge.

    Des einen Leid, den andern Freund: Kurse deutscher Staatsanleihen kennen auf dem Weg nach oben kein Halten. Der Bund-Future als Rententerminkontrakt auf deutsche Staatspapiere ist erneut auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Anleger flüchten also trotz immer niedrigerer Renditen nach wie vor in sichere Anlagen. "Die Risikoaversion dürfte kaum schwinden, bis ein wachstumsfreundlicherer Konsolidierungsansatz Gestalt annimmt", sagt Rainer Guntermann von der Commerzbank.

    Kein Befreiungsschlag aus Brüssel

    Alles andere als ein Befreiungsschlag war der informelle EU-Gipfel in Brüssel am Vortag. Die Eurostaaten bereiten sich auf einen Ausstieg Griechenlands aus der Währungsgemeinschaft vor, während die Regierungschefs bei ihrem Zusammentreffen ihre Differenzen über den Weg zur Lösung der Krise nicht beilegen konnten. "Ein echtes Signal in Richtung neuer Lösungsansätze zur Bekämpfung der Krise gab es nicht", stellt Lutz Karpowitz von der Commerzbank fest.

    Auch auf dem Euro lasten die Hiobsbotschaften von der Konjunktur in der Eurozone. Die Gemeinschaftswährung ist im Tief von 1,2516 Dollar auf den niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren gefallen. Beobachter sind skeptisch mit Blick auf das Erholungspotenzial des Euro: "Für praktische ausgeschlossen halten wir eine vorzeitige Trendwende", sagt Armin Mekelburg vom UniCredit. Schuldenkrise und Konjunkturschwäche sprächen gegen eine Erholung der angeschlagenen Währung.

    Die schwachen Konjunkturzahlen lasten an Europas Börsen vor allem auf den als zyklisch geltenden Sektoren. Automobilwerte und der Bausektor geben am stärksten nach.

    Am deutschen Aktienmarkt stehen Bayer im Rampenlicht. Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat gegen die Zulassung des Thrombosemedikaments Xarelto bei Patienten mit der Herzkrankheit ACS gestimmt. Bayer reagierte am Morgan darauf und bekräftigte die Umsatzprognose von 2 Milliarden Euro für das Medikament. Die Aktie verliert 1,7 Prozent.

    Metro und SAP sind die größten Kursverlierer im DAX. Metro handeln 7 Prozent leichter und SAP 2 Prozent niedriger. Allerdings sind die Kursverluste in erster Linie auf die Dividendenabschläge bei den beiden Aktien zurückzuführen.

    Salzgitter können leicht zulegen, nachdem die Bank UBS eine Kaufempfehlung für die Aktie veröffentlicht hat.

     
    DEVISEN  zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Mi, 18.00 Uhr 
    EUR/USD   1,2546  -0,3%    1,2588         1,2568 
    EUR/JPY  99,6251  -0,4%  100,0125        99,7041 
    EUR/CHF   1,2011  -0,0%    1,2011         1,2010 
    USD/JPY  79,4120  -0,1%   79,4540        79,3360 
    GBP/USD   1,5661  -0,2%    1,5692         1,5691 
     
    DJG/bek/ros 
     
    

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