• MÄRKTE USA/Aktien treten auf der Stelle - US-Daten ohne Einfluss

    Freitag 17.08.2012, 17:35 Uhr
    - +

    Von Thomas Rossmann

    Die Kurse an Wall Street treten zum Wochenausklang auf der Stelle. Die überraschend guten US-Konjunkturdaten sorgen nur kurzzeitig für leicht steigende Kurse. Sowohl der Index für die Verbraucherstimmung der Uni Michigan als auch der Index der Frühindikatoren sind über den Erwartungen ausgefallen. Dass die Reaktion der Investoren nicht euphorischer ausfällt, liegt daran, dass in den kommenden Wochen viel wichtigere Ereignisse anstehen.

    So veröffentlicht die US-Notenbank am Mittwoch kommender Woche das Protokoll ihrer Sitzung von Ende Juli. Eine Woche später skizziert die Fed im monatlichen Beige Book dann ihre Sicht zu Konjunktur und Zinsen in den USA. Und schließlich lädt dann am 31. August die regionale Notenbank von Kansas City Notenbanker, Politiker und Wissenschaftler aus aller Welt zu ihrem traditionellen Symposium nach Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming.

    Der Dow-Jones-Index erhöht sich um 8 Punkte auf 13.258 Punkte zu. Der S&P-500 notiert unverändert bei 1.416 Punkten. Der Nasdaq-Composite verzeichnet ein Plus von 2 Punkten auf 3.064 Punkte. Damit befinden sich die Indizes nach der jüngsten positiven Entwicklung in Sichtweite ihrer Jahreshochs. So fehlen dem Dow-Jones-Index noch rund 80 Punkte.

    Die besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten dämpfen zudem die Hoffnungen auf weitere geldpolitische Maßnahmen durch die US-Notenbank. Als ein interessantes Detail im Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan bezeichnen Marktteilnehmer die Inflationserwartungen. Sie haben den höchsten Stand seit März erreicht. Dafür könnten die gestiegenen Benzinpreise und die erwarteten Zuwächse bei den Lebensmittelpreisen verantwortlich sein. Die Zahlen dürften den Gegnern weiterer quantitativer Maßnahmen innerhalb der Notenbank Argumentationshilfen geben.

    Am Anleihemarkt steigen die Notierungen leicht. Die Rendite zehnjähriger Titel sinkt auf 1,80 Prozent. Trotz der unerwartet guten US-Daten kommen die Notierungen nicht deutlicher unter Druck, merkt ein Teilnehmer an. Der Ölpreis leidet etwas unter Gewinnmitnahmen und unter Spekulationen, dass die USA Teile ihrer strategischen Ölreserven freigeben könnten. Der September-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI fällt auf 95,84 Dollar. Zum Settlement am Donnerstag kostete er 95,60 Dollar.

    Die Euro-Schwäche ist dagegen eher eine Dollar-Stärke. Der Greenback reagiert mit Aufschlägen auf die positiven US-Konjunkturdaten. Die Gemeinschaftswährung fällt im Gegenzug zeitweise wieder unter die Marke von 1,23 Dollar. Auch zum japanischen Yen legt der Dollar zu. Aktuell notiert der Euro bei 1,23 Dollar.

    Bei den Einzelwerten setzt die Facebook-Aktie ihre Abwärtsbewegung fort und fällt um weitere 4,2 Prozent. Nachdem am Vortag erste Haltefristen für die Titel ausgelaufen waren und diese offensichtlich am Markt platziert wurden, fiel die Aktie erstmals seit dem Börsengang unter die Marke von 20 Dollar. Bis zum Mai kommenden Jahres enden nach und nach die Haltefristen für insgesamt rund zwei Milliarden Aktien des sozialen Netzwerks.

    Die Aktie von Molycorp steht kräftig unter Druck und verliert 9,6 Prozent. Die Ratingagentur Moody's hat das auf seltene Erden spezialisierte Bergbau-Unternehmen heruntergestuft. Die neue Bonitätsnote "Caa1" weist die Anleihen von Molycorp als hochspekulative Investments aus. Daneben haben sich die Analysten von Dahlman Rose skeptisch zur geplanten Ausgabe von Aktien und Wandelanleihen im Volumen von 450 Millionen US-Dollar geäußert, mit der das Unternehmen seine Betriebskosten bis Mitte kommenden Jahres sichern will.

    Enttäuschende Geschäftszahlen drücken den Kurs von Marvell Technology um 16 Prozent. Das Halbleiterunternehmen hat im zweiten Quartal mit Umsatz und Ergebnis die Analystenschätzungen verfehlt und dafür die schlechte Wirtschaftslage verantwortlich gemacht.

    Mit Gap, Ann und Foot Locker haben auch drei Einzelhandelsketten ihre Quartalszahlen vorgelegt. Alle drei haben überraschend gut abgeschnitten. Gap steigen um 4,6 Prozent, Ann um 18,5 Prozent und Foot Locker um 2,8 Prozent.

    === 
    INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
    DJIA          13.257,92   0,06     7,81 
    S&P-500        1.415,48   0,00    -0,03 
    Nasdaq-Comp.   3.064,09   0,06     1,70 
    Nasdaq-100     2.770,94   0,10     2,85 
     
    DEVISEN  zuletzt  '+/- %  Fr, 8.05 Uhr  Do, 18.00 Uhr 
    EUR/USD   1,2300  -0,42%        1,2352         1,2357 
    EUR/JPY  97,8144  -0,21%       98,0172        97,9450 
    EUR/CHF   1,2008  -0,01%        1,2009         1,2009 
    USD/JPY  79,5140   0,19%       79,3600        79,2550 
    GBP/USD   1,5687  -0,16%        1,5712         1,5739 
    === 
    

    Kontakt zum Autor: thomas.rossmann@dowjones.com

    DJG/DJN/ros/cln

    Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

    Bild vergrößern - Bitte hier klicken

    In Kreis aufnehmen Follow Fan werden
Feedback

Ihr Feedback zu GodmodeTrader.de

Möchten Sie einen Verbesserungsvorschlag machen, Kritik oder Lob anbringen?

Bevor Sie einen technischen Fehler melden gehen Sie bitte sicher
dass Ihr Browser/System mit unserem Portal kompatibel ist: Diagnose

In manchen Fällen kann es vorkommen, dass sich unsererseits Rückfragen zu Ihrem Feedback ergeben. Damit wir optimal auf Ihr Feedback eingehen können, möchten wir Sie daher bitten, Ihren Namen und Ihre E-Mailadresse anzugeben. Wir möchten Sie um Verständnis dafür bitten, dass wir nicht jedes Feedback persönlich beantworten können. Vielen Dank!

Vielen Dank für Ihr Feedback.