• MÄRKTE USA/Euro-Hoffnung und BIP-Daten stützen Aktien

    Freitag 27.07.2012, 17:41 Uhr
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    BIP-Daten aus Amerika und weitere Hoffnungsschimmer in der Euro-Krise sorgen am Freitag für Gewinne an den US-Börsen. Die größte Volkswirtschaft der Welt ist im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres um 1,5 Prozent gewachsen und damit etwas stärker als zuvor mit 1,3 Prozent erwartet. Allerdings reduzierte sich der Zuwachs von 2,0 Prozent in der ersten Periode. Damit wiederum bleibt jedoch die Hoffnung auf Stimuli der US-Notenbank erhalten.

    Der Dow-Jones-Index zieht um 0,8 Prozent auf 12.987 Punkte an, der breiter aufgestellte S&P-500 steigt um 1,1 Prozent auf 1.374 Zähler und der technologielastige Nasdaq-Composite legt um 1,2 Prozent auf 2.927 Stellen zu. Nach den Aussagen von EZB-Präsident Draghi am Donnerstag gibt es am Freitag erneut Signale der Entspannung in der Krise um den Euro. Denn einem Medienbericht zufolge basteln EZB und der Rettungsschirm EFSF an einem Plan zum Ankauf von Staatsanleihen aus Krisenländern. Und zudem haben die deutsche Kanzlerin Merkel sowie der französische Präsident Hollande nochmals bekundet, alles zur Rettung des Euros zu tun.

    Am US-Rentenmarkt sorgen die BIP-Daten für fallende Notierungen der US-Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger US-Titel steigt auf 1,51 Prozent. Am Ölmarkt haben sich die Preise von der zwischenzeitlichen Schwäche erholt. Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI tendiert um 90 Dollar. Der Goldpreis kommt stärker zurück, hält sich aber klar über 1.600 Dollar die Feinunze. Der Euro tendiert mit den Meldungen zur Eurozone fester und notiert nun bei 1,2365 Dollar.

    Auf der Unternehmensseite steht der erste Geschäftsausweis von Facebook seit dem Börsengang des sozialen Netzwerks im Mittelpunkt des Interesses. Die Geschäftszahlen entsprachen in etwa den Erwartungen. Allerdings äußerte sich Facebook nicht zu seinen Ertragsaussichten. Dieser fehlende Ausblick beunruhigt laut Analysten Colin Sebastian von Robert W. Baird. Die Aktie bricht um 14,5 Prozent ein.

    Der Ölkonzern Chevron hat im zweiten Quartal zwar ebenso wie die Wettbewerber die geringeren Ölpreise zu spüren bekommen. Besser laufende Geschäfte im Raffineriesegment federten den Effekt jedoch ab. Unterm Strich sank der Gewinn deshalb nur leicht und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Die Anteilsscheine des Ölkonzerns legen aber nur leicht um 0,1 Prozent zu.

    Die Aktien des Pharmakonzerns Merck ziehen dagegen um 3,4 Prozent an. Das Unternehmen übertraf im zweiten Quartal die Marktprognosen und bestätigte zudem die eigene Zielsetzung für das Gesamtjahr. Des Weiteren kommt die Gesellschaft bei der Markteinführung neuer Präparate voran und liegt hierbei im Plan. Amazon-Aktien steigen um 6,6 Prozent, der Interneteinzelhändler verbuchte im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch um 96 Prozent und rechnet für das dritte Quartal mit einem Verlust. Allerdings wurden die niedrigen Markterwartungen zum Gewinn getroffen.

    Starbucks-Aktien stürzen um 11 Prozent ab, nachdem die Kaffeehauskette enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt und ihre Jahresziele gesenkt hat. Die Titel von Expedia verteuern sich dagegen nach der Veröffentlichung überraschend guter Geschäftszahlen durch das virtuelle Reisebüro um 26 Prozent. Auch Amgen überzeugte in der abgelaufenen Periode sowie mit einem überraschend positiven Ausblick, die Anteilsscheine des Biotechnologiekonzerns gewinnen 3,7 Prozent. Overland Storage meldet Erfolge im Patentstreit mit IBM und Dell, Anleger honorieren dies mit einem Kursaufschlag von 8,4 Prozent für die Aktie.

    === 
    INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
    DJIA          12.986,69   0,77    98,76 
    S&P-500        1.374,49   1,06    14,47 
    Nasdaq-Comp.   2.926,67   1,16    33,42 
    Nasdaq-100     2.617,12   1,25    32,27 
     
     
    DEVISEN  zuletzt  '+/- %  Fr, 8.33 Uhr  Do, 18.25 Uhr 
    EUR/USD   1,2365   0,55%        1,2298         1,2289 
    EUR/JPY  97,1291   0,95%       96,2128        96,1301 
    EUR/CHF   1,2010  -0,01%        1,2011         1,2010 
    USD/JPY  78,5305   0,36%       78,2480        78,2350 
    GBP/USD   1,5718   0,17%        1,5692         1,5682 
    === 
    Kontakt zum Autor: ralf.zerback@dowjones.com 
    DJG/raz/flf 
    

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