• MÄRKTE USA/Griechenland-Hoffnungen sorgen für leichte Erholung

    Donnerstag 10.05.2012, 22:21 Uhr
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    NEW YORK (Dow Jones ) - Erste Anzeichen für eine politische Entspannung in Griechenland und ein unerwarteter Rückgang bei den wöchentlichen US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe haben an Wall Street am Donnerstag für leicht steigende Kurse gesorgt. Allerdings gaben die Indizes in den letzten Minuten des Handels einen Teil der Gewinne wieder ab. So steigt in Griechenland die Aussicht auf eine Allparteien-Regierung. Zudem ist die Sorge einer möglichen Staatspleite erst einmal gebannt, denn die EU stellt sich einer vollständigen Auszahlung der Griechenland zugesagten nächsten Hilfstranche nicht in den Weg. Positive Nachrichten gab es auch aus Spanien. Der spanische Staat wird 45 Prozent an dem angeschlagenen Sparkassenkonzern Bankia übernehmen.

    Für den Dow-Jones-Index ging es um 0,2 Prozent auf 12.855 Punkte nach oben. Es war damit der erste Anstieg nach zuletzt sechs Handelstagen in Folge mit Abgaben. Der S&P-500 legte um 0,3 Prozent auf 1.358 Punkte zu. Der Nasdaq-Composite verlor dagegen einen Punkt auf 2.934 Punkte. Umgesetzt wurden 0,78 (Mittwoch: 0,94) Milliarden Aktien. Dabei standen den 1.910 (975) Kursgewinnern 1.115 (2.068) -verlierer gegenüber, 120 (100) Titel schlossen den Handel unverändert.

    Weiterhin wird gebannt nach Griechenland geschaut. Die Frage ist, ob nach den Wahlen am Wochenende nun eine tragfähige Mehrheit für eine Regierung gefunden wird. Die ersten beiden Anläufe sind bereits gescheitert. Nun ist der Führer der Pasok-Partei, Evangelos Venizelos, mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Seine Partei verfehlte gemeinsam mit der konservativen Nea Dimokratia von Antonis Samaras die Mehrheit knapp. Das Zünglein an der Waage könnte nun die Partei von Fotis Kouvelis, die "Demokratische Linke", werden. Sie schlägt eine Allparteienregierung vor und spricht sich für einen verbleib Griechenlands im Euro-Europa aus.

    Dazu kamen positive Konjunkturdaten aus den USA. Die wöchentlichen Daten zum US-Arbeitsmarkt sind besser als erwartet ausgefallen. Die Zahl der um staatliche Leistungen ersuchenden Personen verringerte sich, Volkswirte hatten mit einer Zunahme gerechnet. Des Weiteren legten im März die Ex- und Importe deutlich zu, das Handelsbilanzdefizit fiel allerdings höher als prognostiziert aus.

    Der Ölpreis wurde von den positiven US-Arbeitsmarktdaten leicht beflügelt. Öl der Sorte WTI stieg wieder über die Marke von 97 Dollar und notierte zum Settlement bei 97,08 Dollar. Teilnehmer sprachen aber auch von einer leichten technischen Erholung, nachdem es am Ölmarkt zuletzt sechs Handelstage in Folge nach unten gegangen war. Die Abwärtstendenz sei weiterhin intakt, ergänzte ein Händler.

    Der griechenlandgebeutelte Euro erholte sich etwas, verpasste allerdings den Sprung über die Marke von 1,30 Dollar. Die Notierungen der US-Staatsanleihen zeigten sich mit Abgaben, kamen nach einer gut verlaufenen Auktion 30-jähriger Notes von ihren Tagestiefs wieder deutlich zurück. So stieg die Zahl der indirekten Gebote, ein Gradmesser für das Interesse ausländischer Investoren, auf den höchsten Stand seit September 2011. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen notierte bei 1,89 Prozent.

    Bei den Einzelwerten fielen Cisco Systems um 10,5 Prozent. Der Netzwerk-Ausrüster hat einen enttäuschenden Ausblick gegeben. Für das vierte Quartal stellt Cisco einen Umsatzzuwachs von 2 bis 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 44 bis 46 Cent je Aktie in Aussicht. Analysten hatten indessen mit einem Umsatzplus von 7 Prozent und einem Ergebnis je Aktie von 49 Cent gerechnet. Mit den ebenfalls bekannt gegebenen Drittquartalsergebnissen lag Cisco im Rahmen der Erwartungen.

    Priceline.com sanken um 5,3 Prozent, nachdem das Online-Reiseportal im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zwar ein Gewinnwachstum von 73 Prozent hingelegt hat und damit die Erwartungen von Analysten übertroffen hat, allerdings zeigten sich Marktteilnehmer enttäuscht vom Ausblick des Unternehmens.

    Avon reduzierten sich um 3,3 Prozent, obwohl der Parfum- und Kosmetikkonzern Coty sein Angebot für Avon nachgebessert und zudem Investor Warren Buffett für die geplante Übernahme mit ins Boot geholt hat. Coty erhöhte das Angebot auf 10,69 Milliarden Dollar. Damit bietet das Unternehmen nun 24,75 Dollar je Aktie und damit 6,5 Prozent mehr als vorher.

     
    INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
    DJIA          12.855,04   0,16    19,98 
    S&P-500        1.357,99   0,25     3,41 
    Nasdaq-Comp.   2.933,64  -0,04    -1,07 
    Nasdaq-100     2.616,24  -0,19    -5,11 
     
     
    KUPON   LAUFZEIT  KURS       ÄNDERUNG    RENDITE  ÄNDERUNG 
    1/4%    2-year    99 31/32   unchg       0,262%   +0,0BP 
    1/4%    3-Year    99 20/32   dn 0/32     0,376%   +0,5BP 
    7/8%    5-year   100 15/32   dn 3/32     0,777%   +1,7BP 
    1 1/4%  7-Year    99 27/32   dn 5/32     1,273%   +2,3BP 
    2%      10-year   98 23/32   dn 6/32     1,891%   +2,2BP 
    3 1/8%  30-year  101  8/32   dn 13/32    3,061%   +2,2BP 
     
     
    DEVISEN   zuletzt  '+/- %  Do, 9.08 Uhr  Mi, 17.53 Uhr 
    EUR/USD    1,2946  -0,08%        1,2957         1,2948 
    EUR/JPY  103,5279   0,28%      103,2370       103,0970 
    EUR/CHF    1,2011  -0,01%        1,2012         1,2011 
    USD/JPY   79,9685   0,37%       79,6755        79,6300 
    GBP/USD    1,6153   0,09%        1,6138         1,6132 
     
     
    DJG/DJN/ros 
     
    

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