NEW YORK (Dow Jones ) - Die Investoren an Wall Street zeigen sich am Freitag unentschlossen und zögerlich. Auch gute Konjunkturdaten aus den USA können nichts daran ändern. Wie in vielen europäischen Ländern steht auch in den USA ein langes Feiertagswochenende an, vor dem sich die Anleger nicht gerne festlegen. Dazu kommt, dass die Stimmung an den Börsen in Europa im Laufe des Freitags sehr stark schwankt.
Der Dow-Jones-Index fällt um 0,1 Prozent, der S&P-500 gewinnt 0,1 Prozent, der Nasdaq-Composite tendiert kaum verändert. Am Montag bleiben die Börsen in den USA wegen des Feiertags Memorial Day geschlossen, der in diesem Jahr auf den Pfingstmontag fällt. Der US-Anleihehandel endet am Freitag schon um 20.00 Uhr MESZ.
Die US-Verbraucherstimmung hat sich im Mai über Erwarten aufgehellt. In der zweiten Lesung stieg der Michigan-Index auf 79,3, während Volkswirte mit 77,8 gerechnet hatten. Die Verbraucher "trotzen damit den derzeit wieder grassierenden Krisenängsten", urteilt Heinrich Bayer von der Postbank.
Ein wichtiger Grund für die Zurückhaltung der Investoren kommt aus Spanien. Händler verweisen auf Medienberichte, laut denen die Region Katalonien wegen ihrer Verschuldung die spanische Regierung um Hilfe gebeten hat. Das treibt die Renditen spanischer Staatsanleihen nach oben und lässt die Anleger auf Sicherheit setzen. Sie kaufen US-Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sinkt auf 1,74 Prozent. Der Dollar wertet zum Euro auf.
Am Vormittag hatten die europäischen Börsen noch zugelegt, beflügelt von der Hoffnung, dass Spanien die Konsolidierung seiner Banken vorantreibt. An der Börse in Madrid waren die Aktien der angeschlagenen Bankia vom Handel ausgesetzt worden, weil für den späten Nachmittag eine Aufsichtsratssitzung anberaumt worden war. Auf dieser dürfte es um Staatshilfen gehen, ohne die der Sparkassenkonzern nicht mehr überlebensfähig ist. Ferner berichtete die Tageszeitung El Mundo, die spanische Regierung wolle Bankia mit den beiden Staatsbanken Catalunya Banc und Novagalicia Banco zusammenlegen.
Am Aktienmarkt sind Delphi gefragt. Die Titel des Automobilzulieferers gewinnen 1,2 Prozent, nachdem das Unternehmen am späten Donnerstag die Übernahme der Sparte Motorized Vehicles der FCI Group verbindlich zugesagt hatte. Der Kaufpreis beträgt 972 Millionen US-Dollar bzw 765 Millionen Euro.
VeriFone Systems brechen um 10,6 Prozent ein. Das Unternehmen hat zwar im zweiten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet, doch enttäuschte der Ausblick. Semtech steigern sich um 1,8 Prozent, obwohl das Erstquartalsergebnis des Chipherstellers die Erwartungen knapp verfehlt hatte.
=== Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs. Dow Jones Industrial 12.521,31 -0,1% -8,44 S&P-500 1.322,57 +0,1% +1,89 Nasdaq-Composite 2.838,39 -0,0% -0,99 Nasdaq-100 2.530,71 -0,0% -0,64 DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.54 Uhr Do, 18.00 Uhr EUR/USD 1,2538 -0,17% 1,2559 1,2583 EUR/JPY 99,7958 -0,21% 100,0078 100,0095 EUR/CHF 1,2011 -0,05% 1,2016 1,2025 USD/JPY 79,6250 -0,03% 79,6470 79,4800 GBP/USD 1,5678 0,05% 1,5671 1,5697 === DJG/DJN/raz/cln
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