• MÄRKTE USA/Wall Street baut Vortagesgewinne aus

    Donnerstag 26.04.2012, 22:18 Uhr
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    NEW YORK (Dow Jones ) - Überraschend positive Daten vom US-Häusermarkt haben am Donnerstag für Zuversicht bei den US-Anlegern gesorgt: Es mehrten sich die Hinweise auf eine langsame Erholung der US-Konjunktur, hieß es im Handel. Enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone und schwächer als erwartet ausgefallene Zahlen vom US-Arbeitsmarkt traten in den Hintergrund. Auch wenig berauschende Quartalsberichte von Schwergewichten wie Exxon Mobil, PepsiCo und Dow Chemical dämpften die Stimmung nur vorübergehend.

    Der Dow-Jones-Index gewann 0,9 Prozent auf 13.205 Punkte, der S&P-500 stieg um 0,7 Prozent auf 1.400 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Composite legte um 0,7 Prozent auf 3.051 Stellen zu. Umgesetzt wurden am Gesamtmarkt rund 0,78 (Mittwoch: 0,82) Milliarden Aktien. Dabei wurden 2.060 (2.348) Kursgewinner und 968 (706) -verlierer gezählt, während 115 (99) Titel unverändert schlossen.

    "Der Anstieg der Häuserverkäufe um 4 Prozent ist sehr positiv und belegt, was zuvor schon die jüngsten Jobzuwächse und die verbesserte Konsumentenstimmung angedeutet haben", sagte Sean Kraus von CitizensTrust. Der Index der ausstehenden Hausverkäufe ist im März gut drei Mal so stark gestiegen wie erwartet und damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Wie die National Association of Realtors (NAR) mitteilte, kletterte der Index gegenüber dem Vormonat um 4,1 Prozent und lag damit um 12,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 1,3 Prozent zum Vormonat erwartet.

    Auf dem alten Kontinent hatten zuvor schwache Daten zu Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen in der Eurozone erneute Zweifel an der wirtschaftlichen Entwicklung der Region geweckt. In den USA wiederum scheint sich der Arbeitsmarkt nicht wie erhofft zu beleben. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche weniger stark als erwartet.

    Bilanzsaison mit ersten Flecken

    Am Aktienmarkt hat das bisher positive Bild der US-Bilanzsaison mit den Geschäftsberichten von Schwergewichten wie Exxon Mobil, PepsiCo und Dow Chemical am Donnerstag erste Flecken bekommen. Exxon verfehlte im ersten Quartal die Analystenschätzungen, weil das Upstream-Ergebnis schwächer ausfiel. Die Aktie führte mit einem Verlust von 0,8 Prozent auf 86,17 Dollar die Verliereseite im Dow an.

    Dow Chemical hat unter einer geringeren Nachfrage nach ihren Produkten gelitten und deshalb einen Gewinneinbruch um 30 Prozent verbucht - immerhin schnitt das Unternehmen damit immer noch etwas besser ab als befürchtet. Allerdings verfehlte der Umsatz die Erwartungen. Die Aktien von Dow Chemical sackten um 3,4 Prozent auf 34,85 Dollar ab.

    PepsiCo hat die Erwartungen des Marktes übertroffen. Der Hersteller von Getränken und Snacks konnte Preiserhöhungen durchsetzen. Allerdings hat PepsiCo im ersten Quartal 25 Prozent mehr für Werbung ausgegeben. Das Unternehmen will sein Marketing vorantreiben und die dafür vorgesehenen Mittel von bis zu 600 Millionen US-Dollar in diesem Jahr freisetzen, indem es an anderer Stelle Kosten senkt und Personal abbaut. Pepsi gaben um 0,4 Prozent auf 66,38 Dollar nach.

    Der Logistiker United Parcel Services (UPS), der vielen wegen seines breiten Luft- und LKW-Frachtgeschäfts als Barometer für den globalen Handel gilt, blieb sowohl gewinn- als auch umsatzseitig hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Die Aktie büßte 1,8 Prozent auf 78,25 Dollar ein.

    Rekordtiefe Rendite bei siebenjährigen Notes

    Am Anleihemarkt erholten sich die Kurse von den Vortagesverlusten und legten leicht zu. Die Rendite zehnjähriger Anleihen sank auf 1,95 Prozent, nachdem sie am Vortag noch auf 2,00 Prozent gestiegen war. Eine Auktion siebenjähriger Notes traf auf eine solide Nachfrage am Markt, obwohl die Höchstrendite mit 1,347 Prozent ein Rekordtief markierte.

    Die Notierungen am Ölmarkt profitierten von den Kursgewinnen am Aktienmarkt und einem etwas leichteren Dollar. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI stieg zum Settlement um 0,4 Prozent oder 0,43 Dollar auf 104,55 Dollar.

    INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
    DJIA          13.204,62   0,87   113,90 
    S&P-500        1.399,98   0,67     9,29 
    Nasdaq-Comp.   3.050,61   0,69    20,98 
    Nasdaq-100     2.725,23   0,58    15,61 
     
    KUPON   LAUFZEIT  KURS       ÄNDERUNG    RENDITE  ÄNDERUNG 
    1/4%    2-year    99 31/32   up 0/32     0.266%   -0.8BP 
    1/4%    3-Year    99 31/32   up 1/32     0.386%   -0.8BP 
    7/8%    5-year   100  6/32   up 5/32     0.835%   -3.3BP 
    1 1/4%  7-Year   101  3/32   up 7/32     1.332%   -3.5BP 
    2%      10-year  100 14/32   up 10/32    1.951%   -3.5BP 
    3 1/8%  30-year   99 30/32   up 12/32    3.127%   -2.1BP 
     
    DEVISEN   zuletzt   +/- %  Do, 8.00 Uhr  Mi, 18.00 Uhr 
    EUR/USD    1,3237   0,05%        1,3231         1,3210 
    EUR/JPY  107,1646  -0,21%      107,3855       107,4171 
    EUR/CHF    1,2020   0,03%        1,2017         1,2018 
    USD/JPY   80,9670  -0,24%       81,1650        81,3350 
    GBP/USD    1,6194   0,10%        1,6178         1,6146 
    DJG/DJN/kko 
    

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