• MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

    Freitag 13.07.2012, 07:37 Uhr
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    +++++ SPRUCH +++++

    "Ein Kompromiss ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, dass jeder meint, er habe das größte Stück bekommen." (Ludwig Erhard)

    +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

    MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen des "Tag des Meeres" geschlossen.

    +++++ TAGESTHEMA +++++

    Chinas Wirtschaftswachstum sinkt weiter. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs im zweiten Quartal des Jahres so schwach wie seit Beginn der Finanzkrise nicht mehr. Damit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Chinas Motor in Zukunft die Kraft hat, die angeschlagene Weltwirtschaft anzutreiben. Beobachter hoffen nun, dass die Regierung in Peking neue Wachstumsanreize setzt. Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 7,6 Prozent. Grund: Die Exporte ins kriselnde Europa nahmen ab, Ausgaben im Immobiliensektor traten auf der Stelle und im Inland konnten Chinesen mit ihrem eigenen Konsum die Lücke nicht wettmachen. Ökonomen hatten die Wachstumszahlen weitgehend erwartet. Es ist die niedrigste Wachstumsrate seit 2009. Im ersten Quartal des Jahres war die Wirtschaft der Volksrepublik noch um 8,1 Prozent gewachsen.

    +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

    DIVIDENDENABSCHLAG

    Hotel.de: 0,04 EUR

    +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

    - ES 
      09:00 HVPI und Verbraucherpreise Juni 
            HVPI 
            PROGNOSE:  +1,8% gg Vj 
            vorläufig: +1,8% gg Vj 
            zuvor:     +1,9% gg Vj 
            Verbraucherpreise 
            PROGNOSE:  +1,9% gg Vj 
            vorläufig: +1,9% gg Vj 
            zuvor:     +1,9% gg Vj 
    - IT 
      10:00 Verbraucherpreise Juni (endgültig) 
            PROGNOSE:   0,0% gg Vm/+3,3% gg Vj 
            vorläufig: +0,2% gg Vm/+3,3% gg Vj 
            zuvor:      0,0% gg Vm/+3,2% gg Vj 
     
      11:00 Auktion 4,50-prozentige Staatsanleihe (BTP) im 
            Volumen von 2,5 bis 3,5 Mrd EUR, Laufzeit Juli 2015 
            Auktion von Staatsanleihen (BTP) im 
            Gesamtvolumen von 1,0 bis 1,75 Mrd EUR, davon 
            4,25-prozentige BTP, Laufzeit September 2019 
            5,00-prozentige BTP, Laufzeit März 2022 
            4,75-prozentige BTP, Laufzeit August 2023 
    - US 
      14:30 Erzeugerpreise Juni 
            PROGNOSE: -0,3% gg Vm 
            zuvor:    -1,0% gg Vm 
            Erzeugerpreise ex Nahrung/Energie 
            PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
            zuvor:    +0,2% gg Vm 
     
      15:55 Index der Verbraucherstimmung der Universität 
            Michigan Juli (1. Umfrage) 
            PROGNOSE: 73,5 
            zuvor:    73,2 
     
     
    

    +++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

       11:00 IT/Auktion 4,50-prozentige Staatsanleihe (BTP) im 
             Volumen von 2,5 bis 3,5 Mrd EUR, Laufzeit Juli 2015 
             Auktion von Staatsanleihen (BTP) im 
             Gesamtvolumen von 1,0 bis 1,75 Mrd EUR, davon 
             4,25-prozentige BTP, Laufzeit September 2019 
             5,00-prozentige BTP, Laufzeit März 2022 
             4,75-prozentige BTP, Laufzeit August 2023 
     
     
    

    +++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

    INDEX                 zuletzt      +/- % 
    DAX                  6.419,35     -0,53% 
    DAX-Future           6.448,00     -0,15% 
    XDAX                 6.443,55     -0,15% 
    MDAX                10.388,28     -0,55% 
    TecDAX                 739,47     -1,71% 
    Euro-Stoxx-50        2.228,01     -0,81% 
    Stoxx-50             2.411,04     -1,03% 
    Dow-Jones           12.573,27     -0,25% 
    S&P-500-Index        1.334,76     -0,50% 
    Nasdaq-Comp.         2.866,19     -0,75% 
    EUREX                 zuletzt      +/- Ticks 
    Bund-Future            144,85     +40 
     
     
    

    +++++ FINANZMÄRKTE +++++

    EUROPA

    Mit Konjunkturdaten aus China und Singapur, einer großen italienischen Anleiheauktion und den Quartalszahlen von JPM und Wells Fargo gibt es am Freitag drei "Baustellen". Das gesunkene China-BIP hat im zweiten Quartal die Konsensschätzungen erfüllt, während die Industrieproduktion unter den Erwartungen geblieben ist. An den asiatischen Börsen überwiegen daraufhin jedoch die Kursgewinne. "Die Kombination aus langsamerem Wachstum und nachlassender Inflation deutet auf eine lockerere Geldpolitik in China hin", sagt ein Hänfler. Positiv überrascht habe der chinesische Einzelhandelsumsatz. Erste Indikationen für Europas Börsen deuten auf eine freundliche Tendenz zum Auftakt hin.

    Am Donnerstag belastete vor allem die Sorge, dass das globale Wirtschaftswachstum nicht wieder ins Rollen kommt. Daher zeigten sich einige Marktteilnehmer auch davon enttäuscht, dass die US-Notenbank am Vorabend kein klares Signal für eine weitere Runde der Geldmengenausweitung lieferte. "Die Eurozone ist in der Rezession, in den USA zeichnet sich eine Abschwächung ab und in den Schwellenländern ist ebenfalls eine geringere Dynamik zu verzeichnen", sagte ein Volkswirt. Die Bekämpfung der Schuldenkrise werde vor dem Hintergrund einer an Kontur gewinnenden globalen wirtschaftlichen Abkühlung schwieriger. Dentsu kauft für 3,16 Milliarden Pfund Aegis, die Aktie schloss mit einem Plus von 45 Prozent. Airbus hat auf der Luftfahrtmesse in Farnborough seine Auftragsbücher gefüllt, die Aktie schloss mit einem Minus von 0,5 Prozent und bewies damit relative Stärke.

    DAX/MDAX/TECDAX

    Den Gewinner im DAX stellten nach ebenso überraschend vorgelegten wie überraschend positiven Geschäftszahlen SAP, die Aktie stieg um 2,6 Prozent. Das Ergebnis überraschte um so mehr, da Wettbewerber wie Informatica und Infosys jüngst mit Gewinnwarnungen aufwarteten. Am unteren Ende der Kurstafel standen einmal mehr die Bankenwerte, so gaben Deutsche Bank um 2,0 Prozent nach, Commerzbank verloren 2,6 Prozent. Südzucker-Aktien notierten nach Geschäftsausweis auf Allzeithoch. Aixtron-Aktien gerieten in den Sog von Epistar. Grund war eine Studie von Merrill Lynch zur Aktie des taiwanischen LED-Herstellers. Die Analysten sprechen von einem Überangebot. Die Aktie gab um 4,9 Prozent nach.

    XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 6.444 (XETRA-Schluss: 6.419) Punkte

    Ruhig verlief der nachbörsliche Handel am Donnerstag nach Aussage eines Händlers. Die Umsätze seien entsprechend niedrig gewesen. Der Markt habe sich an den Vorgaben von Wall Street orientiert. Nachrichten zu Einzelwerten habe es keine gegeben.

    USA / WALL STREET

    Sorgen um eine globale Konjunkturabschwächung haben an Wall Street die Kurse ins Minus gedrückt. Zudem wirkte das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank vom Vorabend noch nach, welches entgegen den Erwartungen keine Hinweise auf weitere geldpolitische Maßnahmen enthielt. Dazu kamen Sorgen bezüglich des weiteren Verlaufs der Berichtssaison, die nun langsam an Fahrt gewinnt. Die wesentlich besser als prognostiziert ausgefallenen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stützten das Sentiment kaum. Merck & Co stiegen um 4,1 Prozent. Der Konzern hat positive Zwischenergebnisse in einer Studie zu ihrem Osteoporose-Medikament Odanacatibin berichtet. P&G verbesserten sich um 3,7 Prozent. Laut einem Medienbericht soll der Investor Bill Ackman einen größeren Anteil an dem Unternehmen übernommen haben.

    +++++ DEVISENMARKT +++++

    DEVISEN  zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Do, 17.50 Uhr 
    EUR/USD   1,2207  +0,0%    1,2202         1,2206 
    EUR/JPY  96,7994  +0,1%   96,7457        96,7752 
    EUR/CHF   1,2008  -0,0%    1,2008         1,2007 
    USD/JPY  79,2860  +0,0%   79,2845        79,2885 
    GBP/USD   1,5434  +0,0%    1,5433         1,5429 
     
     
    

    Der Euro hat sich nach einem erneuten Fall auf ein Zweijahrestief über der Marke von 1,22 Dollar stabilisiert. Der Euro habe Anfang Juni von den Spekulationen auf geldpolitische Lockerungen in den USA und Japan profitiert, aber nach den jüngsten Sitzungen der beiden Notenbanken werde klar, dass sich diese Hoffnung wohl nicht erfülle. Dies werde nun beim Euro ausgepreist, sagt ein Devisenstratege.

    +++++ ROHSTOFFE +++++

    ÖL

    Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
    WTI/Nymex           86,03    86,08             -0,06       -0,05 
    Brent/ICE           100,97   101,07            -0,10       -0,10 
    

    Der Ölpreis (WTI) erholte sich im späten Verlauf von den zwischenzeitlichen Verlusten und notierte zum Settlement bei 86,08 Dollar, ein leichtes Plus von 0,3 Prozent. Das US-Finanzministerium hat weitere Sanktionen gegen den Iran verhängt, was für eine Rally beim Ölpreis im späten Handel sorgte. "Damit sind die geopolitischen Sorgen wieder auf dem Radar des Marktes", so ein Analyst.

    METALLE

    Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
    Gold (Spot)        1.571,26      1.571,50       -0,0%          -0,24 
    Silber (Spot)         27,23         27,14       +0,3%          +0,09 
    Platin (Spot)      1.419,75      1.416,50       +0,2%          +3,25 
     
    

    +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

    BONITÄT ITALIEN

    Moody's hat die Kreditwürdigkeit Italiens herabgestuft. Die Bonitätsnote wurde um zwei Stufen von A3 auf Baa2 gesenkt. Damit rangiert das Land nur noch zwei Stufen über dem Ramschniveau.

    SCHULDENKRISE

    Griechenland ist nach Einschätzung des IWF bei der Umsetzung des mit den internationalen Gebern vereinbarten Reformprogramms im Rückstand und hat mehrere Ziele verfehlt. Der vorläufige Bericht der Troika über die Umsetzungen der Reformen zeichnet laut Rheinischer Post ein katastrophales Bild der Lage in Athen. Aus dem Bericht gehe hervor, dass die Regierung 210 von rund 300 Sparvorgaben nicht erfüllt habe.

    KONJUNKTUR

    Die chinesische Industrie hat im Juni an Fahrt verloren und damit die Erwartungen enttäuscht. Das Wachstum der Industrieproduktion verlangsamte sich auf 9,5 Prozent, im Mai war die Industrie um 9,6 Prozent gewachsen, Volkswirte hatten eine Beschleunigung auf 9,8 Prozent erwartet. Neben der Industrieproduktion hat sich auch das Wachstum des chinesischen Einzelhandels im Juni verlangsamt.

    KONJUNKTUR SINGAPUR

    (MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

    July 13, 2012 01:37 ET (05:37 GMT)

    Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

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