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+++++ SPRUCH +++++
"Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal bevor du annimmst und tausendmal bevor du verlangst und forderst." (Marie von Ebner-Eschenbach)
+++++ TAGESTHEMA +++++
Die griechische Regierung will bis Mitte September genau festlegen, wie sie in den kommenden beiden Jahren 11,5 Milliarden Euro einsparen will. Das berichtet ein Mitarbeiter der griechischen Regierung im Gespräch mit Dow Jones Newswires. Demnach soll der Kürzungsplan bis zum 14. September stehen, an dem sich die Finanzminister der Eurozone auf Zypern treffen um zu entscheiden, ob Griechenland genug getan hat. Erst dann soll das Land die dringend benötigte Auszahlung von 31 Milliarden Euro aus dem Rettungspaket bekommen.
Unterdessen hat Unionsfraktionsvize Michael Meister (CDU) Zugeständnisse gegenüber Griechenland angedeutet. Wenn der Internationale Währungsfonds (IWF) es mittrage, halte er Umschichtungen innerhalb des laufenden Rettungspakets für möglich, sagte Meister der Tageszeitung Die Welt. Ein Vorziehen von Zahlungen sei nur möglich, wenn plausibel nachgewiesen werde, dass dadurch kein neues Finanzloch entstehe. Für alles, was den laufenden Programmrahmen nicht verlasse, gebe es die notwendige Mehrheit in der Koalition. Meister betonte zugleich, dass es keine grundlegenden Änderungen beim Hilfsprogramm geben könne. Der Rheinischen Post sagte Meister, er rechne für September mit einer Entscheidung über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone.
Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Norbert Barthle (CDU) sieht keine großen Spielräume für weitere Zugeständnisse an Griechenland. Mit den bisherigen Hilfspaketen seien Auflagenverbunden, "die Griechenland zu erfüllen hat", sagte Barthle der Passauer Neuen Presse. "Diese Auflagen müssen im Grundsatz bestehen bleiben", so der Haushaltspolitiker. "Veränderungen kann es allenfalls durch das Drehen an einzelnen kleinen Stellschrauben geben, wie der Höhe der Zinsen. Das ist denkbar".
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
Es stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.
+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++
10:30 ES/Auktion 12-monatiger Schatzwechsel
Auktion 18-monatiger Schatzwechsel
im Volumen von insgesamt 3,5 Mrd bis 4,5 Mrd EUR
11:00 CH/Auktion 182-tägiger Schatzwechsel
11:30 HU/Auktion 3-monatiger Schatzwechsel im Volumen
von 45 Mrd HUF
12:00 EU/Auktion 6-monatiger EFSF-Schatzwechsel im Volumen
von bis zu 1,5 Mrd EUR
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX zuletzt +/- % DAX 7.033,68 -0,10% DAX-Future 7.038,50 -0,23% XDAX 7.036,80 -0,23% MDAX 11.153,22 -0,67% TecDAX 792,15 -0,50% Euro-Stoxx-50 2.466,32 -0,21% Stoxx-50 2.566,99 -0,36% Dow-Jones 13.271,64 -0,03% S&P-500-Index 1.418,13 -0,00% Nasdaq-Comp. 3.076,21 -0,01% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 141,90% -12
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Die Fragezeichen bezüglich der Euro-Rettung dürften deutlich steigende Kurse an den europäischen Märkten kurzfristig verhindern. "Die offensichtliche Uneinigkeit der europäischen Politik hat die Oberseite erst einmal begrenzt", sagt Adam Myers vom Credit Agricole. Andererseits dürfte der freundliche Grundton erhalten bleiben, eine größere Korrektur sei erst einmal nicht in Sicht. Der Markt spekuliere auch nach wie vor über Rettungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank für die Eurozone, das werde die Stimmung weiterhin stützen. Zugleich nährten die Wirtschaftsdaten die Hoffnung auf eine bevorstehende Bodenbildung.
Die Vorlagen von den asiatischen Märkten sind moderat freundlich. In China erholen sich die Kurse mit der Hoffnung auf geldpolitische Stimuli. Zulieferer von Apple profitieren von der anhaltenden Rekordjagd des Aktienkurses des Technologiegiganten. "Auch die Kurse in Europa könnten so weiter steigen, empor an der 'Wall of Worry'", der Wand der Angst", so ein Händler.
Der Terminkalender ist vergleichsweise leer. In Spanien werden Kurzläufer verkauft. Aus technischer Sicht trifft der DAX um 7.095 Punkte auf Widerstand, unterstützt ist er nun an der 7.000er Marke.
Am Montag profitierten die Börsen zunächst von der Hoffnung, dass die EZB nun doch am Markt der europäischen Staatsanleihen eingreifen könnte. Am Mittag ließ dann ein Dementi aus dem Hause der EZB die an der Börse gesehenen Gewinne wie das sprichwörtliche Eis in der Sonne schmelzen. Auch die Kursgewinne bei Anleihen der Südländer lösten sich auf. Die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen aus Spanien kamen aber immerhin um 16 Basispunkte auf 6,22 Prozent zurück. Den schwächsten Sektor stellten einmal mehr die Banken mit minus 1,4 Prozent. Belastend wirkte, dass Griechenland nicht nur mehr Zeit, sondern möglicherweise auch mehr Geld benötigen könnte. Auch Rohstoffwerte kamen stärker unter die Räder.
DAX/MDAX/TECDAX
Unter den deutschen Bankenwerten verloren Commerzbank zwei Prozent und Deutsche Bank 1,4 Prozent. Auf der Gewinnerseite standen dagegen die eher defensiven Werte. So legten Beiersdorf um ein Prozent zu, Fresenius um 0,7 Prozent und Merck um 0,5 Prozent zu. Im MDAX kletterten Rheinmetall um 0,8 Prozent, gestützt von einer Studie aus dem Hause Berenberg, die die Aktie auf Kaufen mit einem Kursziel von 52 Euro hochgenommen hat. Klöckner & Co verloren dagegen 2,7 Prozent, nachdem am Freitag die Ratingagentur S&P den Daumen über der Bonität des Unternehmens gesenkt hatte.
XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 7.037 (XETRA-Schluss: 7.034) Pkt.
Einen nachbörslichen Handel mit deutschen Aktien hat es faktisch nicht gegeben. Ein Händler sprach von "extrem dünnen Umsätzen". Dass Moody's die Bonitätsbewertung von Rhön-Klinikum weiterhin auf eine Abstufung prüft, ließ Anleger kalt.
USA / WALL STREET
Nachdem der US-Aktienmarkt sechs Mal in Folge Wochenaufschläge verzeichnet hatte, war Konsolidierung angesagt. Als sich auf dem alten Kontinent Hoffnungen auf Fortschritte in der Eurokrise offenkundig zerschlugen, quittierten Anleger dies mit Abgaben an den US-Aktienmärkten. Diese hielten sich aber in Grenzen. Medienberichte, wonach die EZB angeblich darüber nachdenkt, maximale Renditeabstände zwischen Deutschland und den Euro-Peripheriestaaten festzulegen, ab denen sie dann Staatsanleihen kauft, sorgten zunächst für gute Stimmung. Im Verlauf der Sitzung bezeichnete die Notenbank derartige Spekulationen jedoch als "irreführend". Am US-Anleihemarkt wurde die EZB-Spekulation wieder ausgepreist. Ging es mit der erhöhten Risikoneigung unter Investoren zunächst mit den Kursen deutlich nach unten, drehten die Notierungen anschließend leicht ins Plus. Ähnlich dünn wie die fundamentale Nachrichtenlage präsentierte sich auch der Blick auf die Einzelwerte. Allerdings sorgte immerhin Apple mit einer Bestmarke für Gesprächsstoff, der Kurs legt um 2,6 Prozent zu. Apple avancierte damit zum wertvollsten US-Unternehmen aller Zeiten. Die aktuelle Marktkapitalisierung überstieg die von Microsoft im Jahr 1999. Coventry Health Care schnellten um 20,3 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen der Übernahme durch Aetna zugestimmt hatte. Aetna legten um 5,6 Prozent zu. Facebook büßten zunächst weiter an Boden ein. Der Kurs fiel auf ein Niveau, das über 50 Prozent unter Ausgabepreis rangierte. Anschließend setzte dann aber eine Erholung ein, zum Handelsende stand ein Plus von 5,0 Prozent zu Buche.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 18.17 Uhr EUR/USD 1,2356 +0,1% 1,2348 1,2314 EUR/JPY 97,9822 -0,2% 98,1401 97,9219 EUR/CHF 1,2011 +0,0% 1,2009 1,2010 USD/JPY 79,2950 -0,2% 79,4900 79,5050 GBP/USD 1,5726 +0,1% 1,5710 1,5693
Hoffnungen, dass die Schuldenkrise in der Eurozone einer Lösung näherrückt, stützen den Euro. Die Erwartungen der Märkte knüpfen sich an das Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit dem französischen Staatspräsidenten Hollande sowie die Besuche des griechischen Ministerpräsidenten Samaras in Berlin und Paris.
+++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 96,40 95,97 0,15 0,14 Brent/ICE 113,92 113,7 0,19 0,22
Stagnation am Ölmarkt: Der Preis für ein Fass US-Leichtöl des Markt führenden Septemberkontraktes der Sorte WTI verbilligte sich zum Settlement um 0,04 US-Dollar auf 95,97 Dollar, das Entgelt für ein Barrel der europäischen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Oktober sank um 0,01 Dollar auf 113,70 Dollar. Wegen der hohen Rohölpreise denkt die US-Regierung nach Angaben informierter Kreise darüber nach, einen Teil der strategischen Ölreserven der USA freizugeben.
METALLE
Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.622,28 1.620,85 +0,1% +1,43 Silber (Spot) 28,78 28,81 -0,1% -0,03 Platin (Spot) 1.487,00 1.490,20 -0,2% -3,20 Kupfer-Future 3,39 3,37 +0,5% +0,02
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
RHÖN-KLINIKUM
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
August 21, 2012 01:34 ET (05:34 GMT)
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