New York (BoerseGo.de) – Die anhaltende Dürre im Mittleren Westen der USA könnte für das landwirtschaftliche Gewerbe einen Schaden von bis zu 78 Milliarden US-Dollar hervorrufen. Zuletzt war es im Jahr 1988 vergleichsweise trocken, berichtet Bloomberg am Donnerstag.
Die Zahlen basieren auf einer Schätzung von David Anderson, einem Agrarökonom an der Texas A&M Universität. Seiner Meinung nach ähnelt das diesjährige Muster beim Wetter jenem vor einem Vierteljahrhundert, so dass er vom damaligen Schaden auf den jetzt möglichen Schaden Rückschlüsse zieht.
"Jeder ist derzeit besorgt. Die Lagerbestände sind insbesondere beim Mais sehr niedrig. Durch die Dürre leidet insbesondere die Qualität. Die Maisaussaat erfolgte in diesem Jahr sehr früh. Die Pflanzen befinden sich schon in einem Entwicklungsstadium, in dem Schäden auch durch eine feuchtere Witterung nicht mehr gutzumachen sind“, äußerte Anderson.
Laut dem US-Landwirtschaftsministerium USDA waren zuletzt nur noch 56 Prozent der Mais-Pflanzen in „gutem oder sehr gutem“ Zustand, was sieben Prozentpunkte weniger war als in der Vorwoche. Für den aktuellen Zeitpunkt ist dies der schlechteste Wert seit 20 Jahren.



