London (BoerseGo.de) – Die Industriestimmung in den USA ist im Juni auf den schwächsten Stand seit 18 Monaten eingebrochen. Der entsprechende finale Einkaufsmanagerindex für das verarbeitenden Gewerbe sackte auf den Wert von 52,5 Punkten ab, wie das Forschungsunternehmen Markit am Montag in London mitteilte. In einer ersten Schätzung hatte das Institut einen Index-Punktestand von 52,9 ermittelt. Im Vormonat Mai belief sich das Konjunkturbarometer noch auf 54,0 Punkte. Noch liegt der Indikator aber klar über der Expansionsschwelle von 50 Punkten, die Wachstum von Kontraktion trennt.
Während die Inlandsbestellungen im Juni anzogen, wurde bei der Auslandsnachfrage ein Rückgang verzeichnet. Aufgegliedert in Unternehmensgrößen können sich die Firmen mit 500 und mehr Mitarbeiter über eine aufgehellte Stimmung freuen - deren Neugeschäftsvolumen, Arbeitsplatzniveau und Auftragskomponente entwickelten sich ingesamt positiv. Skeptischer zeigen sich mittlere US-Unternehmen zwischen 100 und 500 Mitarbeitern, sorgenvoll blicken hingegen Kleinunternehmen in die nähere Zukunft.
Insgesamt stehe das US-Barometer aber noch mit am besten da, sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Gerade in den wichtigsten Ländern der Eurozone habe sich die Stimmung in der Industrie regelmäßig eingetrübt und stehe seit längerem deutlich unterhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten.



