Die Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone D2, E-Plus und O2 müssen künftig die Kosten für den Betrieb ihrer Netze gegenüber den Regulierungsbehörden offen legen. Dies gab heute die Bundesnetzagentur bekannt. Die entsprechen Pläne zur Regulierung des deutschen Mobilfunkmarktes seien heute der EU-Kommission vorgelegt worden.
Die Bundesnetzagentur will in Zukunft die Kosten für den Betrieb der Mobilfunknetze einsehen, um die Einwahl-Gebühren festlegen zu können. Diese stellen für die Netzwerkbetreiber bislang eine wichtige Einnahmequelle dar. Da sich die vier Anbieter nicht auf eine brancheninterne Lösung einigen konnten, wird von Seiten der Regulierungsbehörde nun mit einem scharfen Durchgreifen gerechnet. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass dies die Einwahlkosten und damit die Mobilfunkgebühren für die Verbraucher weiter senken könnte. Derzeit würden diese bei 11 bis 13 Cents je Minute liegen.
Die Papiere der Deutschen Telekom geben im Xetra-Handel aktuell 0,64 Prozent auf 12,44 Euro ab, während sich KPN um 0,35 Prozent auf 8,67 Euro verbessern können.



