Düsseldorf (BoerseGo.de) –EU-Energiekommissar Günther Oettingers Vorstellungen von einer Fusion von Eon und RWE bekommen immer mehr Gegenwind. Nun hat auch die Monopolkommission, die die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen berät, einen solchen Vorschlag abgelehnt. Eine Fusion der beiden Energiekonzerne „würde in krassem Widerspruch zu allen Bemühungen stehen, die Konzentration auf dem deutschen Stromerzeugungsmarkt zu reduzieren“, sagte der Justus Haucap, Vorsitzender der Monopolkommission gegenüber dem „Handelsblatt“ (HB – Mittwochausgabe).
Oettinger hatte am Dienstag in der „Rheinischen Post“ gesagt, wenn Deutschland auf dem Energiesektor in der Weltliga mitspielen wolle, „brauchen wir einen nationalen Player von entsprechender Größe“. Im Weltmaßstab seien beide Energiekonzerne nur Regionalliga. Gleichzeitig machte er jedoch selbst auch auf wettbewerbsrechtliche Bedenken aufmerksam.
Den Fusionsvorschlag hatten nach dem Erscheinen des Interviews bereits auch unter anderen der Bund der Energieverbraucher und das Bundeskartellamt kritisiert. „Ein solcher Fall würde sicherlich streng kontrolliert werden“, hatte ein Sprecher des Kartellamts gesagt. Aribert Peters, Verbandschef der Energieverbraucher sagte: „Wir brauchen keine Stärkung der Großen, sondern eine Entflechtung.“



