Frankfurt (BoerseGo.de) - In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat es der italienische Ministerpräsident Mario Monti dementiert, dass es tiefgreifende Differenzen zwischen ihm und Bundeskanzlerin Angela Merkel gebe. Trotz der jüngsten Konflikte auf dem EU-Gipfel hat Monti die Gemeinsamkeiten der italienischen und deutschen Spar- und Wachstumspolitik herausgestellt. Nach dem EU-Gipfel hätte die Presse laut Monti demnach besser schreiben sollen: "Angela plus Mario ist gleich ein Schritt nach vorne für die europäische Wirtschaftspolitik", denn beide schlagen bei der Fiskal- und Wachstumspolitik den gleichen Weg ein. Nach den Aussagen von Monti sei Italien stets für mehr Wachstum eingetreten, aber nicht auf Kosten der Haushaltsdisziplin.
"Ich habe in Brüssel mittels klassischer Verhandlungsmethode dazu beigetragen, etwas für Wachstum und die finanzielle Stabilität zu tun", so Monti. Weiter gab er zu, dass seine Regierung nicht in der Lage sei, in einem Jahr und vier Monaten das Land von Grund auf zu reformieren. "Aber ich hoffe, dass meine Regierung Italien aus der Finanzkrise heraus auf den Weg des Wachstums bringt", so Monti. Die politischen Herausforderungen müssten dagegen vom Parlament bewerkstelligt werden. Er gehe jedoch davon aus, dass Italien mit jedem Moment seinem Ziel näher komme, politisch stabiler und wirtschaftlich attraktiver zu werden.




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