Rom (BoerseGo.de) – Der italienische Ministerpräsident Mario Monti will dabei helfen, den Widerstand der Bundesregierung gegen die Einführung von so genannten Eurobonds zu brechen. Seiner Ansicht nach, befürwortet eine Mehrheit der europäischen Staats- und Regierungschefs die gemeinsamen Staatsanleihen, wie er am späten Donnerstagabend im italienischen Fernsehsender „La7“ sagte.
Montis Einschätzung steht allerdings im Widerspruch zu der Aussage des Eurogruppenchefs und Luxemburger Regierungschefs Jean-Claude Juncker. Er hatte auf dem EU-Sondergipfel am Mittwoch gesagt, es gebe keine Mehrheit für die Einführung von Eurobonds.
Hintergrund für die Idee der gemeinsamen Staatspapiere ist die Zinsschere, die sich immer weiter auftut. Die Krisenländer der Eurozone müssen am Kapitalmarkt immer höhere Zinsen zahlen, um sich Geld zu borgen, während sich Deutschland bereits zum Nulltarif Geld leihen kann. Gemeinsame Eurobonds würden das Dilemma aufheben, da alle für die Bonds bürgen würden: die Zinsen würden für die Krisenländer sinken. Deutschland fürchtet jedoch zweierlei: Erstens könnte dies den Reform- und Spardruck von den Krisenländern nehmen und zweitens würden dann die eigenen zu zahlenden Zinsen deutlich steigen.



