New York (BoerseGo.de) - Für die USA besteht die Gefahr von der Krankheit Japans angesteckt zu werden. Dies erklärte der Yale-Professor und Aufsichtsratsvorsitzender von Morgan Stanley Asien Stephen Roach gegenüber Tech Ticker. Es gebe die einfache Botschaft, dass die USA von Japan nichts gelernt hat. Falls eine zweite quantitative Geldlockerung der Federal Reserve eine weitere Fortsetzung findet dürfte sich die Krankheit Japans wie eine Pandemie über den Globus ausbreiten. “Ich bin in wachsender Sorge, dass die Weltwirtschaft dem Risiko eines Japan ähnlichen Übels gegenüber steht”. So hat sich die Wirtschaft Japans seit dem vor rund zwei Jahrzehnten erfolgten Platzen einer Kreditblase noch immer nicht nachhaltig nach oben bewegt. In dem asiatischen Land habe sich die Strategie der Geldlockerung in Kombination mit verschiedenen stimulierenden Programmen als erfolgloses Unterfangen erwiesen. Aus diesen Erfahrungen sieht der Experte für die Welt die Gefahr einer über Jahre anhaltenden nachhaltigen Beschädigung. Er habe zudem Zweifel darüber, dass die Emerging Markets gegenüber einer Fortsetzung der Schwäche in den Industrieländern Immunität verfügen. Bei den USA handelt es sich um die weltgrößte Volkswirtschaft. Von den USA gebe es daher reichlich Impulskraft für andere Volkswirtschaften. Dies betreffe insbesondere die Entwicklungs-und Schwellenländer Asiens. Mittlerweile habe sich China einer sehr mutigen Herausforderung gestellt, indem in dem Land Anstrengungen zur Überleitung in eine auf stärkeren Inlandskonsum ausgerichtete Wirtschaft unternommen werden. Falls dieses Vorhaben scheitert könne eine nächste Krise der chinesischen Wirtschaft erneut schwer zusetzen. In dieser Aussage sieht sich Roach in einem Widerspruch, zumal dieser für China noch immer sehr bullisch gestimmt ist.
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