New York (BoerseGo.de) – Die Ratingagentur Standard & Poors reduziert ihre Bonitätseinstufung für den Anbieter von Videostreaming und DVD-Abonnements, Netflix, von „BB“ auf „BB-„. Der Ausblick wird bei „stabil“ belassen. S&P begründete die Abstufung damit, dass eine Rückkehr des Wachstums der US-Abonnentenzahlen später als ursprünglich erwartet erfolgen könnte. Mit den Preiserhöhungen hat Netflix viele seiner Kunden verärgert, was viele zur Kündigung ihrer Abos bewegt hatte. Auch die internationalen Expansionspläne werden einen größeren Einfluss auf die Profitabilität des Unternehmens haben.
Gerade hat Netflix mitgeteilt, dass für das Jahr 2012 wegen der geplanten kostspieligen Expansion des Videostreaming-Geschäfts nach Irland und Großbritannien keine Gewinne erwartet werden. Zusätzlich plant Netflix, für 400 Millionen Dollar eigene Aktien und Wandelanleihen zu verkaufen, um sich gegen den wachsenden Wettbewerb (Coinstar, Amazon, Google) zu stemmen. Die Aktie, die Mitte Juli noch bei 300,00 Dollar notierte, ist binnen weniger Monate auf unter 70,00 Dollar abgestürzt.



