Zwar hat Beiersdorf sein letztes Quartal mit Verlust abgeschlossen, 2012 soll es aber aufwärts gehen. Experten schöpfen Hoffnung: Sie setzten darauf, dass der Umbau greift und Beiersdorf demnächst wieder glänzend dasteht. Im Gesamtjahr stand 2011 ein Gewinn zu Buche: Der Betriebsgewinn gab 2011 zwar um gut ein Viertel auf 431 Millionen Euro nach. Analysten hatten allerdings mit noch weniger Gewinn gerechnet. Der Umsatz kletterte leicht um nominal ein Prozent auf 5,6 Milliarden Euro, weil der Nivea-Konzern in Europa unrentable Produkte aus den Regalen genommen hat. In Südamerika steigerte sich Beiersdorf dagegen kräftig. Die Klebstoff-Tochter Tesa, die für etwa ein Sechstel des Konzernumsatzes steht, legte dank guter Geschäfte mit der Automobil- und Elektronikindustrie um sieben Prozent zu.
Beiersdorf hatte im November den Abbau von weltweit bis zu 1.000 Stellen angekündigt und will das Geschäft seiner Kosmetiksparte mit Marken wie Nivea, Eucerin und Labello künftig stärker regional führen. Beiersdorf hatte im vergangenen Jahr den Rückzug von Vorstandschef Thomas-Bernd Quaas angekündigt. Sein Nachfolger Heidenreich, der von der auf Babynahrung und Konfitüren spezialisierten Hero-Gruppe kommt, gehört seit Jahresanfang zum Beiersdorf-Vorstand. Der 48-Jährige soll nach der Hauptversammlung am 26. April den Vorstandsvorsitz von Quaas übernehmen, der dann in den Aufsichtsrat wechseln soll. Der Hamburger Konzern, der mit Unternehmen wie Henkel und L'Oreal konkurriert, sieht 2012 also merklich Licht am Ende des Tunnels.
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