New York (BoerseGo.de) - Um gegen eine mögliche erneute Finanzkrise gewappnet zu sein, haben neun internationale Großbanken auf Anweisung der US-Finanzmarktregulierer ihr "Testament" erstellt. Die Geldhäuser skizzierten in Notfallplänen, wie sie im Fall ihres eigenen Scheiterns möglichst schnell und schonend abgewickelt werden können. Der staatliche US-Einlagensicherungsfonds FDIC publizierte die sogenannten "Living Wills" in Auszügen. Sensible Inhalte aus den verschwiegenen Banken bleiben den Regulierern von FDIC und der Fed vorbehalten. Die Notfallpläne sollen eine weitere Katastrophe a la Lehman Brothers verhindern. Nur das Eingreifen des Staates konnte damals einen Kollaps des gesamten Finanzmarkts abwenden.
Insgesamt sind 125 Banken bis Ende nächsten Jahres verpflichtet, einen Notfallplan auszuarbeiten. Besonders große Institute mussten ihre Dokumente bereits bis zum Montag vorlegen, da ein Zusammenbruch dieser als systemrelevanten bezeichneten Finanzriesen besonders weitreichende Konsequenzen hätte. Zu diesen Finanzinstituten gehören die Deutsche Bank, Barclays, Credit Suisse, UBS, Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley sowie JP Morgan.



