Den Haag/Oslo/Madrid/London (BoerseGo.de) – Die großen Ölmultis schwimmen im Geld. Shell, Statoil und Konsorten profitierten von dem hohen Preisniveau auf dem Energiemarkt. Der europäische Marktführer Shell verdoppelte im zweiten Quartal seinen Gewinn fast während die norwegische Statoil ihr Ergebnis sogar verneunfachen konnte. BP wies bereits am Dienstag ein Ergebnis von mehr als 5,32 Milliarden US-Dollar aus.
Allein der spanische Konkurrent Repsol verzeichnete einen zweistelligen Gewinnrückgang. Der Grund: die sozialen Unruhen in Argentinien sowie der Produktionsstopp in Libyen trugen zu einem Ergebnisrückgang um 11 Prozent auf 578 Millionen Euro bei.
Der niederländische Ölproduzent Shell steigerte unterdessen seinen Gewinn im zweiten Quartal um 97 Prozent auf 8,662 Milliarden US-Dollar (knapp 6 Milliarden Euro). Außerdem wuchs der Umsatz um rund ein Drittel auf 124,562 Milliarden Dollar an, wie die Niederländer am Donnerstag mitteilten.
Die staatliche Statoil profitierte derweil so stark von den gestiegenen Öl- und Gaspreisen, dass sie selbst bei rückläufiger Produktion eine Verneunfachung des Nettogewinns erzielte. Das Nettoergebnis stieg im zweiten Quartal von 3,1 Milliarden auf 27,1 Milliarden norwegische Kronen (3,5 Milliarden Euro).
BP hat sich wieder von dem Rekordverlust nach der von dem Unternehmen verschuldeten Ölkatastrophe vor der amerikanischen Küste erholt. Im Vorjahresquartal lag der Verlust noch bei 16,97 Milliarden Dollar. Nun konnten die gestiegenen Preise wieder für ein Plus von 5,32 Milliarden Dollar sorgen. Um Einmalkosten bereinigt lag der Gewinn bei 5,6 Milliarden Dollar und damit dennoch unter den Erwartungen des Marktes.



