Der österreichische Ölkonzern OMV konnte durch die Rückkehr nach Libyen im vierten Quartal wieder mehr Öl produzieren. Das Niveau vor dem Bürgerkrieg wurde aber noch nicht wieder erreicht.
OMV steigert Ölproduktion in Libyen
Nachdem die Ölförderung in Libyen wieder aufgenommen wurde, konnte die OMV die Produktion ausbauen. Die gesamte Produktionsmenge stieg von 283.000 Barrel auf 289.000 Barrel pro Tag, wie OMV am Freitag mitteilte. Im Vorjahr lag der Wert allerdings etwa 10 Prozent höher.
Von Oktober bis Dezember wurden in Libyen lediglich 3,5 Prozent der konzernweiten Produktionsmenge gefördert. Bevor sich die internationalen Ölkonzerne im Februar 2011 wegen dem ausgebrochenen Bürgerkrieg aus dem nordafrikanischen Land zurückziehen mussten, förderte OMV etwa 10 Prozent der konzernweiten Fördermenge in Libyen.
Auch im Jemen musste wegen politischen Unruhen und nach Anschlägen auf Pipelines zum Jahresende die Produktion gestoppt werden. Als Ausgleich wurde die Förderung in Großbritannien hochgefahren.
Raffineriemarge: Profitabilität steigt wieder
Die Raffineriemarge, als Kennzahl für die Profitabilität des Ölgeschäfts, stieg dank geringerer Kosten im vierten Quartal von 1,74 Dollar je Barrel auf 1,77 Dollar je Barrel. Im Vergleich zum Vorjahr fiel die Marge allerdings deutlich geringer aus, damals lag die Kennzahl noch bei 3,48 Dollar je Barrel Erdöl.
Den kompletten Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr will OMV am 22. Februar veröffentlichen.
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