Berlin (BoerseGo.de) - Das angeschlagene Holzverarbeitungsunternehmen Pfleiderer ist im Geschäftsjahr 2010 tief in die Verlustzone gerutscht. Im Einzelabschluss verbuchte die AG unter dem Strich einen Verlust von 345 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag anlässlich der außerordentlichen Hauptversammlung mitteilte. Der Verlust führte zu einem Rückgang des Eigenkapitals von 329,8 Millionen Euro auf 21,9 Millionen Euro.
Der Pfleiderer-Vorstand gab sich am Donnerstag reumütig. "Wir haben bei der Expansion und Integration unserer nordamerikanischen Aktivitäten operativ keinen guten Job gemacht", sagte Vorstandschef Hans Overdiek in Berlin.
Pfleiderer hatte Mitte März ein Sanierungskonzept mit seinen Gläubigern vereinbart. Im Gegenzug für neue Millionenkredite sollen Hedgefonds die Mehrheit an dem Unternehmen übernehmen. Die Anteile der Altaktionäre reduzieren sich auf ein bis zwei Prozent.



