Wien (BoerseGo.de) - Der österreichische Stahlkonzern RHI hat im vergangenen Jahr dank starker Erholung der Weltstahlproduktion sein operatives Ergebnis um 75,7 Prozent auf 138,8 Millionen Euro steigern können. Der Umsatz kletterte um 23,1 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro, während das Betriebsergebnis (EBIT) um 129,9 Prozent auf 126 Millionen Euro anstieg. Dies teilte das Unternehmen unter Berufung auf vorläufige Zahlen am Dienstag mit.
Im Betriebsergebnis seien bereits die Restrukturierungsmaßnahmen und Wertminderungsaufwendungen für die Schließung der Werke in Chile und Kanada sowie eines Rohstoffwerkes in EMEA berücksichtigt. Die operative Ergebnis-Marge lag im Jahr 2010 mit 9,1 Prozent aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffkosten über der des Vorjahres von 6,4 Prozent, aber unter dem Vorkrisenniveau von 10,4 Prozent. Aufgrund der positiven Entwicklung will der Konzern erstmals seit Jahren wieder eine Dividende ausschütten. Sie soll 50 Cent je Aktie betragen.
Mit Blick auf das Jahr 2011 rechnet RHI mit einem Umsatzwachstum von rund 5 Prozent. Treiber dieses Wachstums sollte mengenmäßig vor allem die Division Industrial sein, welche im vierten Quartal 2010 positive Signale aus allen Kundenindustrien bekam. Im stark kompetitiven Stahlbereich stehe aufgrund der notwendigen Preiserhöhungen in den entwickelten Märkten die Verteidigung der bestehenden Marktanteile im Mittelpunkt. Deshalb werde der Beitrag der Division Stahl zum Umsatzwachstum zum größten Teil aus den geplanten Preiserhöhungen erwartet.



