BERLIN (Dow Jones) - Bundesbankpräsident Axel Weber tritt zum 30. April 2011 von seinem Amt zurück. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte am Freitag in Berlin nach dem Treffen Webers mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Bundeskanzleramt, Weber habe Merkel persönliche Gründe für seinen Amtsverzicht genannt. "Die Nachfolge von Weber soll im Laufe der kommenden Woche bekannt gegeben werden", sagte Seibert. Merkel und Schäuble hätten die Entscheidung "mit Respekt für Webers persönliche Gründe zur Kenntnis genommen", sagte Seibert.
Die derzeitige Position von Weber bei der Europäischen Zentralbank (EZB) habe im Gespräch mit Merkel am Freitag keine Rolle gespielt. "Darum ging es nie", sagte der Regierungssprecher. Aus Kreisen der Bundesbank hatte am Mittwoch verlautet, Weber habe "in einer vertraulichen Runde angedeutet, nicht unbedingt eine zweite Amtszeit anzustreben". Das hatte zu Spekulationen über seine weitere berufliche Zukunft gesorgt. In letzter Zeit war Weber sowohl als möglicher Nachfolger des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, als auch des Deutsche-Bank-Chefs Josef Ackermann gehandelt worden. Weber ist seit 2004 Präsident der Bundesbank. Seine reguläre Amtszeit hätte im Frühjahr 2012 geendet.
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