New York (BoerseGo.de) – Die Ölpreise sind nach dem kräftigen Anstieg seit Ende Juni in eine Konsolidierungsphase eingetreten. Die verschärfte Rhetorik Israels im Atomstreit mit dem Iran hatte zuvor für einen Kursanstieg am Ölmarkt gesorgt. Zudem hatte es immer wieder Spekulationen über weitere expansive Maßnahmen der US-Notenbank Fed gegeben, berichtete Bloomberg.
Zum Wochenstart bestimmen Wachstumssorgen den Markt. Das Wirtschaftswachstum in China, dem weltweit zweitgrößten Rohöl-Verbraucher, könnte sich laut Song Guoqing, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Peoples Bank of China, im zweiten Quartal auf 7,4 Prozent verlangsamt haben. Das Bruttoinlandsprodukt war in den ersten drei Monaten um 7,6 Prozent gewachsen, was das schwächste Wachstumstempo seit mehr als drei Jahren war.
"Europas Schuldenkrise setzt sich fort. Chinas Wachstumsaussichten haben sich eingetrübt. Es gibt auch genug Rohöl auf dem Markt, so dass sich langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass an der Oberseite nicht mehr viel Preispotenzial besteht“, sagte Ken Hasegawa, Rohstoffexperte bei der Newedge Group in Tokio.



