New York (BoerseGo.de) – Die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben sich anders als geplant bis zum heutigen Donnerstag nicht auf ein Embargo gegen den Iran verständigen können. Wie mit den Beratungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters mitteilten, ist vor allen Dingen der Zeitpunkt des Inkrafttretens umstritten.
Seitens der dänischen EU-Ratspräsidentschaft wurde der 1. Juli als Beginn vorgeschlagen. Griechenland hat eine längere Übergangsfrist gefordert, da das Land am stärksten von den iranischen Öllieferungen abhängig ist. Frankreich präferiert dagegen einen Termin noch vor dem Juli. Am morgigen Freitag soll der nächste Versuch zur Einigungsfindung stattfinden. Bisher ist geplant, spätestens am Montag einen formalen Beschluss zu fassen.
Durch ein Embargo von iranischem Öl soll das Land von der Fortführung seines Atomprogramms abgebracht werden. Es besteht die Sorge, dass das Land unter dem Deckmantel ziviler Atomforschung Kernwaffen entwickeln will. Der Zahlungsverkehr mit der Zentralbank soll zum Teil eingestellt werden, um die Bezahlung von Ölkäufen zu verhindern.




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