München (BoerseGo.de) – Die Analysten der WGZ Bank stufen die Aktie von STADA Arzneimittel weiterhin mit „Halten“ ein, erhöhen jedoch ihr Kursziel von 20,00 Euro auf 22,00 Euro. Der Pharmakonzern hat mitgeteilt, das Markenprodukt-Portfolio der Grünenthal GmbH für die zur Europäischen Union gehörigen Märkte Mitteleuropas nicht zu übernehmen. STADA griff auf sein vertragliches Rücktrittsrecht zurück, nachdem die zuständigen Kartellbehörden für die Transaktion bis zum vereinbarten Stichtag (31.12.2011) kein grünes Licht gegeben haben. Mitte Mai 2011 hatte der Konzern die Übernahme eines Marken-Portfolios in Mittel- und Osteuropa sowie im Nahen Osten von Grünenthal für etwa 360 Millionen Euro bekannt gegeben. Der Kaufpreis für den restlichen Teil des Marken-Portfolios einschließlich der Vertriebsstrukturen in Osteuropa und dem nahen Osten sinkt damit auf 152 Millionen Euro. Aufgrund des geringeren Portfolioumfangs reduzieren die Finanzexperten ihre Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2012 von 2,30 Euro auf 2,15 Euro je Aktie.
Die positive Resonanz der Anleger auf diese Meldung untermauert nach Einschätzung der Analysten die Tatsache, dass die Investoren nach den jüngsten Rückschlägen in Serbien die vorsichtigere Strategie des Unternehmens befürworten. In einigen europäischen Ländern ist das Risiko von Forderungsausfällen infolge der Staatsschuldenkrise angestiegen. Wermutstropfen des gescheiterten Teilkaufs ist nach Ansicht der Analysten allerdings, dass der Ausbau der Auslandsgeschäfts und damit die langfristige Senkung der Abhängigkeit vom Heimatmarkt geringer ausfällt.



