Der Stahlkonzern Salzgitter konnte seinen Gewinn deutlich steigern und erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein positives Ergebnis - trotz Unsicherheiten.
Salzgitter vervierfacht Vorsteuergewinn
Der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern Salzgitter konnte im letzten Geschäftsjahr den Vorsteuergewinn auf 201,6 Millionen Euro mehr als vervierfachen, nach 48,9 Millionen Euro im Vorjahr. Damit wurden die Einschätzungen der Analysten übertroffen, die im Durchschnitt mit 196 Millionen Euro gerechnet hatten. Die Erlöse lagen mit 9,84 Milliarden Euro ebenfalls über der durchschnittlichen Erwartung der Analysten von 9,67 Milliarden Euro.
Neben guten Rahmenbedingungen in der Stahl- und Röhrenproduktion profitierte Salzgitter von einem Steuersparmodell, durch das rund 100 Millionen Euro eingespart werden konnten.
Salzgitter erwartet 2012 positives Ergebnis
Für das laufende Geschäftsjahr wollte Salzgitter aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten keine Prognose abgeben. "Unterstellt man jedoch, dass es im Prognosezeitraum nicht zu einer drastischen rezessiven Entwicklung kommt, gehen wir auf Grundlage der Erwartungen der einzelnen Divisionen von einem mindestens stabilen Umsatz sowie einem positiven Ergebnis vor Steuern im Jahr 2012 aus.", so der Konzern.
Die Stahlbranche musste sich in den vergangenen Monaten auf eine geringere Nachfrage einstellen. Wegen der unsicheren Aussichten halten sich viele Unternehmen mit den Bestellungen zurück und bauen stattdessen die Lagerbestände ab. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl rechnet deshalb im laufenden Jahr in Deutschland mit einer Stagnation bei der Produktion von Rohstahl.
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Quellen:
Handelsblatt am 05.03.2012





