Salzgitter (BoerseGo.de) – Der niedersächsische Stahlhersteller Salzgitter hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, vervierfachte sich das operative Ergebnis (EBIT) auf 201,6 Millionen Euro. Unterm Strich verdiente das Unternehmen 236 Millionen Euro, nach 30 Millionen Euro im Vorjahr. Analysten hatten hier im Schnitt 201 Millionen Euro erwartet.
Laut Salzgitter hat einerseits das gute Geschäft mit Walzstahl- und Röhrenstahlprodukten zum Gewinnsprung beigetragen. Zum anderen hätten "steuerliche Optimierungsmaßnahmen" den Überschuss verbessert. Durch eine Neuordnung der Konzernstruktur kann Salzgitter nun Gewinne und Verluste von Tochtergesellschaften stärker gegenrechnen, was in 2011 rund 100 Millionen Euro an Steuern einsparte und den Überschuss höher ausfallen ließ als das EBIT.
Beim Umsatz schlug das Unternehmen ebenfalls die Erwartungen am Markt. Die Erlöse erreichten 9,84 Milliarden Euro. Der Markt erwartete hier 9,7 Milliarden Euro. Größter Geschäftsbereich war dabei das Segment Röhrenstahl, das um eine Milliarde Euro auf 3,9 Milliarden Euro wuchs. Das Handelsgeschäft legte von 2,27 auf 2,74 Milliarden Euro zu.
Im Ausblick zeigte sich Salzgitter trotz der hohen Wachstumszahlen zurückhaltend. Das Ergebnis 2011 zu erreichen, sei "herausfordernd", erklärte die Konzernführung. Eine detaillierte Ergebnisprognose sei angesichts der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Schuldenkrise und der Auswirkungen auf die gesamte Konjunktur derzeit unmöglich. Auch die Rohstoffkosten und Währungseinflüsse seien ein potenzieller Störfaktor für die Entwicklung. Größere Erlössprünge stehen damit 2012 also nicht an.



