Salzgitter (BoerseGo.de) – Der zweitgrößte Stahlkonzern Deutschlands, Salzgitter, hat im ersten Quartal einen Verlust erwirtschaftet. Grund dafür war der Wegfall eines Großauftrags aus dem Iran sowie der Ende 2011 gefallene Stahlpreis. Wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte, rutschte der Vorsteuergewinn demnach von plus 56,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf minus 19,6 Millionen Euro. Die Analysten hatten zwar im Schnitt mit einem Abrutschen ins Minus gerechnet, jedoch nicht so tief. Sie gingen von einem Vorsteuerergebnis von minus 12,2 Millionen Euro aus.
Auch das Nettoergebnis verfehlte die Analysteneinschätzungen von minus 14,7 Millionen Euro und sank von plus 44 Millionen auf minus 15,5 Millionen Euro. Allein der Umsatz übertraf die Erwartungen von 2,4 Milliarden Euro und kletterte um 13 Prozent auf 2,614 Milliarden Euro.
Da die Stahlpreise inzwischen wieder gestiegen sind, rechnet der Vorstand mit einer Verbesserung im weiteren Jahresverlauf. Das Geschäft mit Stahlröhren sei dank eines neuen Großauftrags aus Australien nun wieder ausgelastet. Demnach soll der Umsatz von Salzgitter in diesem Jahr voraussichtlich stabil bleiben und vor Steuern werde auch wieder ein Gewinn erzielt. Dieses Ziel werde Salzgitter jedoch nur unter Vorbehalt erreichen, dass sich die Konjunktur anhand steigender Ölpreise nicht wieder eintrübt.



