• Schlechte Karten?

    Freitag 13.07.2012, 08:35 Uhr
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    Die Widerstandszone bei rund 6.500 Punkten, in der sowohl das Tief vom April (6.499 Punkte) als auch die 90-Tages-Linie (akt. bei 6.555 Punkten) anzusiedeln sind, flößt dem DAX® derzeit ordentlich Respekt ein und verhindert einen Durchbruch Richtung Norden. Um nachhaltige Erfolgsaussichten zu generieren gilt es ohnehin, anschließend auch noch das jüngste Verlaufshoch bei 6.642 Punkten zu überwinden. Genauso wie auf der Oberseite blieb der deutsche Leitindex aber auch auf der Unterseite ein klares Commitment schuldig. Hier verhindert bisher die 200-Tages-Linie (akt. bei 6.330 Punkten) Schlimmeres. Unmittelbar im Anschluss verläuft nämlich bereits der kurzfristige Aufwärtstrend seit Anfang Juni (akt. bei 6.218 Punkten), der zudem durch die untere Begrenzung des Aufwärtsgaps von Ende Juni bei 6.240 Punkten prominente Unterstützung erhält. Als belastet der Bruch eines Aufwärtstrends die Perspektiven des DAX® nicht bereits genug, wäre im gleichen Zuge auch noch eine Flaggenformation zugunsten der Bären aufgelöst, was weitere Abwärtsambitionen auf fruchtbaren Boden fallen lässt. Das gilt umso mehr, als dass der Stochastik das Negativszenario mit einem Verkaufssignal untermauert und auch der MACD in dieselben Fußstapfen zu treten droht.

    Euro-BUND-Future (Daily): Allzeithoch schon wieder im Visier

    Der Euro-BUND-Future zeigt sich weiter von seiner sonnigen Seite. Auch gestern konnte das Rentenbarometer wieder zulegen und die zehnte positive Kerze in den vergangenen elf Tagen verbuchen. Damit setzt sich der Zinsfuture immer deutlicher oberhalb der Kombination aus der 38-Tages-Linie (akt. bei 143,20) sowie dem Hoch vom 18. Juni bei 143,09 fest und steuert zielstrebig auf das bisherige Allzeithoch von Anfang Juni bei 146,89 zu. Auf dem Weg in diese Region lassen sich keine nennenswerten Widerstände mehr ausmachen. Freundlich gestimmt sind weiter die trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon, die jeweils „long“ positioniert sind. Auch im Stundenchart stehen die Ampeln bei den quantitativen Indikatoren auf „grün“. Damit stehen die Chancen gut, auch zum Wochenschluss eine positive Tagesperformance zu erzielen. Leicht eintrüben würde sich das Bild erst bei einem Rebreak der o. g. Haltezone bei gut 143. Ernsthafte Sorgen müssen sich die Rentenbullen aber erst machen, wenn die ultimative Haltezone aus dem Aufwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 140,74), den Hochpunkten bei gut 140 sowie der 200-Tages-Linie (akt. bei 139,15) unterschritten wird.

    Silber (Daily): Kritisches Niveau

    Beim Silberpreis steht aktuell die wichtige Haltezone aus der 50 %-Korrektur der gesamten Aufwärtsbewegung seit 2001 (26,78 USD), mehreren alten Tiefpunkten zwischen 26,38 USD und 26,04 USD und der 38-Monats-Linie (akt. bei 26,27 USD) unter Beschuss. Ein Abrutschen unter diese Marken dürfte weitere Kursverluste nach sich ziehen, wäre doch in diesem Szenario ein abwärtsgerichtetes Dreieck nach unten aufgelöst (siehe Chart). Im Negativfall dürften die kleineren Unterstützungen in Form des Tiefs vom November 2010 und des Hochs vom Oktober 2010 bei 24,98/90 USD nur eine Durchgangsstation zu deutlich niedrigeren Notierungen darstellen. Erst die Hochs vom März 2008 und Mai 2010 bei 21,24 USD und 19,79 USD lassen sich danach wieder als ernsthafte Haltepunkte ausmachen. Obwohl die aktuellen CoT-Daten – die spekulativen Silber-Nettolongpositionen sind zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 2003 gefallen – ein Gegengewicht zu unserer vorsichtigen Einschätzung darstellen, ist für eine nachhaltige Verbesserung der Perspektiven des Silberpreises ein Anstieg über die 200-Tages-Linie (akt. bei 31,11 USD) bzw. den Abwärtstrend seit April 2011 (akt. bei 31,93 USD) vonnöten.

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