• Schweinegrippe und die Schweinezucht: Keine Verbindung?

    Mittwoch 29.04.2009, 12:09 Uhr
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    Probleme in der Öffentlichkeitsarbeit bei Schweinezüchtern: Die Schweinegrippe wirft einen dunklen Schatten auf alles, was aus Schweinefleisch hergestellt ist. Dabei hat die Schweinegrippe nichts mit Schweinefleisch zu tun – behaupten Industrieverbände aus den USA.

    Das National Pork Board, ein Industrie-Interessens-Verband aus den USA, betont, dass es – bis auf den Namen - keine Verbindung zwischen Schweinefleisch und der Schweinegrippe gebe.

    Doch nicht nur das National Pork Board ist dieser Meinung. Auch die Seuchenkontrolle in den USA schreibt: „Schweinegrippeviren verbreiten sich nicht durch Nahrungsmittel. Sie können sich nicht mit der Schweinegrippe infizieren indem Sie Schweinefleisch oder Produkte aus Schweinefleisch essen. Richtig aufbereitete und gekochte Produkte aus Schweinefleisch sind sicher.“ Keine von der Seuchenkontrolle gemeldeten Infektionsfälle seien durch den Kontakt mit Schweinen ausgelöst worden.

    Der Ausbruch der Schweinegrippe konzentrierte sich zunächst auf Mexiko, wo vermutlich bereits über 149 Menschen an den Folgen der Virusinfektion gestorben sind. Seither sind in kurzer Zeit weitere Infektionsfälle und Verdachtsfälle in Nordamerika, Neuseeland und Europa aufgetreten. In Anbetracht der Tatsache, dass die WHO am Montagabend die Risikostufe 4 erklärt hat und erster bestätigter Fälle in Schottland und Spanien wird das Informations- und Aufklärungsangebot sowie für Reisende aus Mexiko ausgeweitet. Der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, hat wegen der Schweinegrippe den Ausnahmezustand ausgerufen, um die Reaktion des Staates auf den Ausbruch dieser Seuche besser koordinieren zu können.

    Ironischerweise wächst die Wahrscheinlichkeit von Tag zu Tag, dass Schweinezuchtanlagen durch das Schweinegrippevirus infiziert werden könnten, während das National Pork Board versucht, die Verbindung zwischen Virus und Schweinefleisch zu trennen. Eine Ausbreitung der Schweinegrippe in den Zuchtanlagen in den USA könnte zu ernsten Unterbrechungen in der Verarbeitungskette führen.

    Das National Pork Board äußert sich hierzu in einer Stellungnahme: „Bislang wurden keine Schweine gefunden, die krank sind oder mit dem Virus infiziert sind. Es ist unbekannt, ob dieses Virus Erkrankungen auch bei Schweinen auslösen kann. Aufgrund der Unbekanntheit des Virus ermahnt das National Pork Board jedoch die Industrie, spezielle Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Mitarbeiter und unsere Tiere zu schützen.“

    Smithfield Foods, der größte Fleischproduzent der Welt, der auch große Schweinezuchtanlagen in Mexiko unterhält, berichtete am Sonntag, dass „keine klinischen Anzeichen oder Symptome entdeckt worden seien, die auf eine Erkrankung mit der Schweinegrippe bei Tieren oder Mitarbeitern hingedeutet“ hätten.

    Die Gefahr für die Schweineindustrie bleibt jedoch weiterhin ein Ausbruch der Krankheit bei den Zuchttieren. Dies könnte die Exporte nachhaltig schädigen. Bis jetzt jedoch hat nur Russland öffentlich die Möglichkeit einer Importreduzierung ausgesprochen, sollte das Virus bei Schweinen aus den USA auftreten.

    Das Risiko von Exportproblemen wird in den Preisen von Magerem Schweinefleisch exkomptiert, die Preise fallen seit einigen Tagen deutlich:



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