London (BoerseGo.de) – Der Ölkonzern Royal Dutch Shell (Shell) hat im vergangenen Jahr wie seine Konkurrenten vom hohen Mineralölpreis-Niveau profitiert. Der britische Konzern fuhr Milliarden-Gewinne ein. Allein das vierte Quartal litt unter geringeren Fördermengen, sinkenden Margen im Raffineriegeschäft sowie rückläufigen Erdgaspreisen in Nordamerika, teilte der größte europäische Ölkonzern am Donnerstag mit.
Im Schlussquartal ging das Nettoergebnis um 4 Prozent auf 6,5 Milliarden US-Dollar zurück. Die Börse reagierte enttäuscht, denn die Analysten hatten mehr erwartet. Das Papier verlor etwa 2 Prozent.
Doch im Gesamtjahr legte das Nettoergebnis um satte 54 Prozent auf 30,92 Milliarden Dollar zu. Die Dividende für das vierte Quartal soll bei 0,42 Dollar je Titel liegen. Für das erste Quartal 2012 soll die Dividende um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 0,43 Dollar steigen.
Unternehmenschef Peter Voser kündigte zudem für die kommenden Jahre ein Wachstum an. Es sollen neue Ölreserven im Volumen von 20 Milliarden Barrel Öl förderreif gemacht werden. Das ergebe mehr als 60 neue Förderprojekte mit deren Hilfe die Produktion bis 2018 auf 4 Millionen Fass Ölequivalente täglich gesteigert werden soll. Im vierten Quartal 2011 ist die Produktion noch um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 3,3 Millionen Fass Ölequivalente am Tag zurückgegangen.



