München/Nürnberg (BoerseGo.de) – Der deutsche Technologiekonzern Siemens will im kommenden Jahr deutliche Stellenstreichungen in Nürnberg vornehmen. Der Konzern will 400 der 1.000 Stellen im Trafowerk Nürnberg streichen. Auch bei den Transformatoren-Werken in Dresden und Kirchheim sollen Stellen wegfallen. Siemens-Sprecher Torsten Wolf begründet die Planungen mit weltweiten Überkapazitäten von 30 bis 40 Prozent, sinkenden Preisen und dem harten Wettbewerb mit asiatischen Konkurrenten.
„Wir sind vor allem von der Höhe des Stellenabbaus überrascht“, zeigte sich Betriebsratschef Rainer Riedl gegenüber den "Nürnberger Nachrichten" empört. Der Abbau soll 2013 beginnen und Ende 2014 abgeschlossen sein, wie es weiter hieß. Siemens wies dabei darauf hin, dass man die Stellenstreichungen „möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen“ vornehmen will. Das Nürnberger Werk für Bahn-Transformatoren ist von den Plänen aber nicht betroffen.



