New York (BoerseGo.de) - In den Peripheriestaaten Europas steigen die Kreditkosten wieder an. Gleichzeitig nehmen die widerstreitenden Ansichten, ob Wachstum oder Sparsamkeit Vorrang haben sollten, die Aufmerksamkeit der Politiker in Anspruch. In dieser Situation schießen sich zwei prominente Querdenker auf die gegenwärtige Antwort der Politik ein. Der Starökonom Nouriel Roubini hat dazu aufgerufen, Schritte zur Schwächung des Euro zu unternehmen. "Wenn sich die inländische Nachfrage in dieser Periode der fiskalischen Anpassung wegen der privaten und öffentlichen Schuldenrückführung als schleppend und schwach entwickelt, dann braucht man Exporte, um das Wachstum wieder zu beleben", so Roubini, der eine wesentlich lockerere Geldpolitik für notwendig hält. "Um eine Verbesserung bei den Nettoexporten zu erzielen, braucht es eine schwächere Währung und eine wesentlich lockerere Geldpolitik, um die nominale und reale Abwertung herbeizuführen, welche gegenwärtig in der Eurozone nicht stattfindet. Das ist einer der Gründe, warum wir eine so schwere Rezession bekommen", so Roubini.
Auch die Investmentlegende George Soros hat klargemacht, auf welcher Seite er bei der Diskussion zwischen Wachstum und Sparpolitik steht. "Europa ähnelt der Sowjetunion in der Weise, dass die Eurokrise das Potential hat, die Europäische Union zu unterminieren und zu zerstören. Der Euro untergräbt den politischen Zusammenhalt in der Europäischen Union. Wenn es so weitergeht, dann könnte er auch die Europäische Union zerstören. Bei der tiefen sozialen, wirtschaftlichen und moralischen Krise, in der sich Europa befindet, können wir einen ähnlichen Prozess der Auflösung beobachten", so Soros.




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