Madrid (BoerseGo.de) - Die Sanierung der in den Strudel der europäischen Finanzkrise geratenen spanischen Banken könnte deutlich teurer werden als bisher angenommen. Nach Einschätzung von Antonio López-Istúriz, Generalsekretär der Europäischen Volkspartei (EVP), könnte sich die erforderliche Hilfe für spanische Banken auf bis zu 100 Milliarden Euro belaufen. Spanien selbst strebt laut aktuellen Regierungsangaben aber keine Hilfe für seine Banken an. "Es gibt keinerlei Gespräche über einen Notfallrettungsplan für die Banken", so der spanische Wirtschaftsminister Luis De Guindos.
Der spanische Europaparlamentarier und Parteifreund von Ministerpräsident Mariano Rajoy sieht das anders. Er sagte im staatlichen Fernsehen TVE: "Die Zahlen bewegen sich im Rahmen dessen, was der EU-Rettungsfonds akzeptieren könnte. Die Zahlen, von denen man ausgeht, bewegen sich zwischen 80 und 100 Milliarden Euro, vielleicht auch weniger."
Wie viel die spanischen Banken zur weiteren Sanierung der eigenen Kassen wirklich benötigen, bleibt damit weiter ungewiss. Emilio Botín, Präsident der Großbank Santander, beziffert den Gesamtbedarf der spanischen Banken indes auf 40 Milliarden Euro.



