New York (BoerseGo.de) - Nach Ansicht des Starökonomen Nouriel Roubini werde seine zu Beginn des Jahres getroffene Prophezeiung, dass ein wahrer Sturm die Weltwirtschaft erfassen werde, zur Zeit Wirklichkeit. Dies zeige sich nunmehr an der Verlangsamung des Wachstums in den USA, in Europa wie auch in China. Im Mai hatte Roubini vorausgesagt, dass das Zusammentreffen von vier Bedingungen, nämlich ein nachlassendes Wachstum in den USA, Schuldenprobleme in Europa, eine Abschwächung in den Schwellenländern - insbesondere in China - sowie ein militärischer Konflikt im Iran einen Sturm für die Weltwirtschaft im Jahr 2013 entfachen werden. "Das perfekte Szenario für diesen im Jahre 2013 anstehenden Sturm, das ich vor Monaten beschrieben habe, entfaltet sich gegenwärtig", so Roubini. Die heute veröffentlichten Inflationsdaten aus China legen nahe, dass sich die Wirtschaft dort schneller als erwartet abkühlt. Gleichzeitig haben die US-Arbeitsmarktdaten angezeigt, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni den vierten Monat in Folge als schwach erwiesen hat.
Anders als im Jahre 2008, als die Zentralbanken noch Munition zur Ankurbelung der Weltwirtschaft im Köcher hatten, fehlt es den Notenbankern seiner Ansicht nach diesmal an der Möglichkeit, "Kaninchen aus dem Hut zu zaubern". Die letzte Woche von der EZB, der Bank von England und der Volksbank von China zur Erleichterung der Lage ergriffenen Maßnahmen haben wenig ausgerichtet, das Vertrauen in die globalen Aktienmärkte zu wecken. "Der Erleichterungseffekt geldpolitischer Maßnahmen kann die Preise für Wertanlagen nur kurzfristig heben, da der negative Sog schwächerer Fundamentaldaten letztlich die Oberhand gewinnt.



