• Talfahrt geht weiter - Angst vor harter Landung Chinas

    Mittwoch 23.11.2011, 08:21 Uhr
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    DJ XETRA-FRÜH/Talfahrt geht weiter - Angst vor harter Landung Chinas

    FRANKFURT (Dow Jones) - Die Angst vor einem Konjunktureinbruch in China dürfte den deutschen Aktienmarkt mit Kursverlusten in den Mittwoch starten lassen. Um 8.20 Uhr wird der DAX im Frankfurter Spezialistenhandel mit 5.537 Punkten berechnet, einem Minus von 1,2% gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vom Vortag. Für neue Impulse sollte bereits im frühen Geschäft die angekündigte Batterie europäischer Einkaufsmanagerindizes sorgen.

    Am Nachmittag stehen mit dem Auftragseingang und dem von der Universität zu Michigan berechneten Index der Verbraucherstimmung dann auch aus den USA makroökonomische Kennziffern aus der ersten Reihe auf dem Programm. Daneben will die EU-Kommission ihre Pläne für so genannte Euro-Bonds - also von den Euro-Mitgliedstaaten gemeinsam emittierte Schuldtitel vorstellen.

    Für vorbörslich schlechte Stimmung sorgt vor allem, dass in China der Einkaufsmanagindex für das Verarbeitende Gewerbe der Schnellschätzung der Großbank HSBC zufolge im November auf 48 von 51 Punkten im Vormonat gesunken ist. "Das schürt die Angst, dass nun auch der bisherige Wachstumsmotor China in die Rezession abgleiten wird", sagt ein Händler. Einkaufsmanagerindizes sind in der Regel so gestaltet, dass Werte unter 50 Punkten auf eine schrumpfende Wirtschaft hinweisen.

    Im frühen Frankfurter Geschäft stehen vor allem die Zykliker am deutschen Aktienmarkt unter Druck. MAN verlieren 1,7%, Siemens 1,4%. Für Gildemeister geht es in der zweiten Reihe um 3,1% nach unten, Klöckner & Co verbilligen sich um 2,1%. Auch Finanzwerte verlieren überdurchschnittlich, Deutsche Bank geben um 1,7% nach. Laut "De Standaard" sind die Rettungspläne für die französisch-belgische Krisenbank Dexia nicht realisierbar. Belgien könne seinen Teil der vereinbarten Finanzierung nicht stemmen und Frankreich müsse infolgedessen seinen Teil aufstocken. Commerzbank erholen sich nach dem Vortageseinbruch gegen den Trend leicht um 1,5%.

    Besser halten sich E.ON, die lediglich um 0,6% fallen. Nachdem der Energieversorger am Vortag einen groß angelegten Umbau seiner Konzernstruktur angekündigt hat, haben die Analysten von HSBC Händlern zufolge ihre Einstufung der Aktien auf "Overweight" von "Underweight" angehoben.

    DJG/jej/flf

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