Telecom Italia: „Verkaufen“ wegen Verkauf der Beteiligungen in Argentinien und Deutschland
Die Kartellbehörde in Argentinien hat Telecom Italia dazu aufgefordert, binnen 60 Tagen einen Veräußerungsplan für den 50-prozentigen Anteil im Wert von etwa 400 Millionen Euro an der argentinischen Sofora Telecomunicaciones SA vorzulegen. Als Grund habe die Behörde Interessenskonflikte genannt. „Positiv hervorzuheben ist die bessere Liquiditätslage, die durch die Verkäufe geschaffen wird. Allerdings führt nach unserer Meinung insbesondere der Verkauf der argentinischen Beteiligung zu Reduzierung der Wachstumsperspektiven“, erläutern die Analysten. Zudem sei gestern bekannt gegeben worden, dass die deutsche Tochter Hansenet noch im September an Telefonica verkauft werden soll. Nach einem Zeitungsbericht wird sich der Preis auf 1,3 Milliarden Euro belaufen. „Die Trennung von den Beteiligungen in Deutschland und Argentinien haben wir erwartet“, kommentieren die Analysten. Telecom Italia gab bekannt, sich bei der Definierung der Strategie für die nächsten drei Jahre nur auf die Geschäfte in Italien und Brasilien zu konzentrieren.
Die Interessenskonflikte, die von der Kartellbehörde befürchtet werden, entstehen auf Grund der Beteiligung von Telefonica an Telco, das seit zwei Jahren 24,7 Prozent an Telecom Italia hält. Der Telekommunikationsmarkt in Argentinien wird von Telefonica Argentina und Telecom Argentina dominiert. Telefonica Argentina wird von Telefonica kontrolliert. Über Sofora hat Telecom Italia die Kontrolle über Telecom Argentina.



