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FRANKFURT (Dow Jones) - Nach dem zweiten Dreijahrestender der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die Einlagen der Banken bei der EZB ein bisher noch nicht gesehenes Niveau erreicht. Wie die EZB mitteilte, hinterlegten die Banken des Euroraums per 1. März 776,941 Milliarden Euro bei der EZB als eintägige Einlagen mit einer Verzinsung von 0,25 Prozent. Am Vortag betrugen die Einlagen 475,219 Milliarden Euro. Das bisherige Rekordniveau war am 17. Januar mit 528,184 Milliarden Euro verzeichnet worden.
Geldmarkthändler halten es für möglich, dass die Einlagen auf 1 Billion Euro anschwellen könnten, da das frische Geld aus dem Dreijahrestender "eins zu eins" bei der EZB geparkt werden könnte. Die EZB hat bei dem Repo-Geschäft rund 529 Milliarden Euro zugeteilt, wegen fällig werdender Geldmarktgeschäfte wird der Nettoeffekt auf 316 Milliarden Euro veranschlagt.
Die EZB hofft, mit den langfristigen Repo-Geschäften die Kreditvergabe der Banken untereinander und an Unternehmen wieder in Gang zu bringen. EZB-Präsident Mario Draghi sagte, er sei erfreut über die Anzahl der teilnehmenden Banken. Dass es so viele seien, deute darauf hin, dass sich die Kreditbedingungen für kleine und mittelgroße Unternehmen verbessern könnten. An dem Geschäft hatten 800 Institute teilgenommen.
Die EZB erwartet aber, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis sich die Liquidität in einer höheren Kreditvergabe niederschlägt. Mit ihrem ersten, im Dezember begebenen Dreijahrestender über 489 Milliarden Euro hat sie nach eigenen Angaben eine schwere Kreditklemme im Euroraum verhindert.
Die Ausleihungen aus der zu 1,75 Prozent zu verzinsenden Spitzenrefinanzierungsfazilität sanken mit der Wertstellung des zweiten Tenders auf 572 Millionen Euro, nachdem sie am Vortag noch bei 2,963 Milliarden Euro gelegen hatten.
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