NEW YORK (Dow Jones) - Die US-Anleihen haben am Freitag einen Teil ihrer jüngsten Verluste wettgemacht. Vor allem die Sorge um die europäische Wirtschaft verschaffte dem Anleihemarkt Zulauf, während heimische Impulse rar waren. Wegweisende US-Konjunkturdaten wurden nämlich nicht veröffentlicht. Gleichwohl regten sich einige Zweifel an der Erholung der US-Wirtschaft.
Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 2,000 Prozent stiegen im späten New Yorker Handel um 14/32 auf 100-7/32 und rentierten mit 1,98 Prozent. Der mit 3,125 Prozent verzinste Longbond gewann 25/32 auf 100-12/32. Seine Rendite sank auf 3,11 Prozent.
Mangels neuer Daten hätten sich die Anleger die US-Konjunkturdaten vom Vortag noch einmal genauer angesehen, sagte Anthony Valeri von LPL Financial. Die Investoren seien zu dem Schluss gekommen, dass die Wirtschaft der USA womöglich doch nicht so stark ist, wie es den Anschein gehabt habe.
Europäische Konjunkturdaten nährten das Sicherheitsbedürfnis der Anleger zusätzlich. In Spanien war die Arbeitslosigkeit im Februar abermals gestiegen. Das Land hat ohnehin schon die höchste Arbeitslosenquote in der Eurozone. Zudem waren die deutschen Einzelhandelsumsätze im Januar wider Erwarten zurückgegangen. Mit Skepsis reagierte der Markt auch auf den Fiskalpaket, den 25 Länder der Eurozone am Freitag schlossen. Es wird befürchtet, dass die damit verbundenen Sparauflagen die Wirtschaft einiger Mitgliedsländer abwürgen könnten.
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