• USA: Erholung bei den Auftragseingängen gleicht Schwäche zu Jahresbeginn nicht komplett aus

    Mittwoch 28.03.2012, 16:16 Uhr
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    1. Die Auftragseingänge für langlebige Güter sind im Februar um 2,2 % angestiegen. Dies war etwas schwächer als allgemein erwartet worden war (Bloomberg-Umfrage: 3,0 %, DekaBank: 2,5 %) und glich zudem den deutlichen Vormonatsrückgang nicht aus. Die Enttäuschung über den schwächeren positiven Rückpralleffekt resultiert aber vor allem aus einem weniger stark gestiegenen Ordereingang im Bereich Transport. Rechnet man diesen heraus, dann entsprach der monatliche Zuwachs mit 1,6 % fast exakt den allgemeinen Erwartungen (Bloomberg-Umfrage: 1,7 %).

    2. Boeing hat im Februar zwar die größte Einzelbestellung seiner Historie verbuchen können – 230 Maschinen wurden von einer indonesischen Fluggesellschaft geordert – allerdings handelte es sich hierbei ausschließlich um Flugzeuge des Typs 737, der zu den günstigen Flugzeugtypen Boeings zählt. Dies war ausschlaggebend dafür, dass das Orderplus im Bereich des zivilen Flugzeugbaus und damit des Transportbereichs insgesamt schwach ausgefallen ist. In den weiteren Güterbereichen machte sich vor allem der Sektor Maschinen positiv bemerkbar. Dieser zyklische Bereich verzeichnete einen verhältnismäßig kräftigen Ordereingang, wenngleich der Vormonatsrückgang nicht ausgeglichen wurde.

    3. Der wieder erstarkte Maschinenbau dürfte auch entscheidend dazu beigetragen haben, dass die Auftragseingänge für Investitionsgüter (ohne Verteidigung und Flugzeugbau) um 1,2 % gegenüber dem Vormonat angestiegen sind (Bloomberg-Umfrage: 1,5 %, DekaBank: 1,0 %). Die Auslieferungen für Investitionsgüter (ohne Verteidigung und Flugzeugbau) nahmen im Februar um 1,4 % gegenüber dem Vormonat zu (Bloomberg-Umfrage: 0,9 %, DekaBank: 1,0 %). Aufgrund des schwachen Vormonats liegt für beide Statistiken im ersten Quartal bislang ein Rückgang gegenüber dem Vorquartal vor. Somit hängen unsere Erwartungen hinsichtlich der Ausrüstungsinvestitionen im ersten Quartal auch nicht sonderlich hoch. Allerdings schließen wir aus dem schwachen ersten Quartal nicht auf eine dauerhaft niedrige Investitionsdynamik der Unternehmen in diesem Jahr. Gegen eine dauerhaft niedrige Investitionsdynamik sprechen die sehr guten Investitionsbedingungen der Unternehmen insbesondere in Form extrem niedriger Zinsen.

    Quelle: DekaBank

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