1. Die Auftragseingänge für langlebige Güter sind im April um 0,2 % erwartungsgemäß geringfügig angestiegen (Bloomberg-Umfrage: 0,2 %, DekaBank: -0,5 %). Wir hatten sogar mit einem leichten Orderrückgang gerechnet, weil Boeing nur vier Flugzeuge als Neubestellungen verbucht hat. Tatsächlich lag aber im Bereich des zivilen Flugzeugbaus sogar ein Plus im Vormonatsvergleich vor. Rechnet man den Transportsektor insgesamt heraus, dann sanken hiernach die Auftragseingänge um 0,6 % gegenüber dem Vormonat. Dies war der zweite Rückgang in Folge und stellte eine Enttäuschung dar (Bloomberg-Umfrage: +0,8 %).

2. Als wiederholt schwach zeigte sich die Entwicklung der Auftragseingänge im Bereich Maschinen. Allerdings ist hier die Entwicklung in den vergangenen Monaten verhältnismäßig volatil gewesen. Der Bereich Maschinen hat ein hohes Gewicht für die Entwicklung der Auftragseingänge für Investitionsgüter (ohne Verteidigung und Flugzeugbau). Daher wurde auch hier ein monatlicher Rückgang von 1,9 % gemeldet (Bloomberg-Umfrage: +0,8 %, DekaBank: -0,5 %). Aufgrund einer Aufwärtsrevision der Vormonate fällt diese Enttäuschung aber weniger dramatisch aus.

3. Die Auslieferungen für Investitionsgüter (ohne Verteidigung und Flugzeugbau) sind im April
ebenfalls gegenüber dem Vormonat gesunken. Der Rückgang um 1,4 % blieb aber im Rahmen der Erwartungen (Bloomberg-Umfrage und DekaBank: -1,0 %), zumal auch hier der Vormonat leicht nach oben revidiert wurde.
4. Der Rückgang der Auslieferungen für Investitionsgüter ist ein negativer Rückpralleffekt, der auf zwei starke Vormonate folgte. Damit unsere Prognose der Ausrüstungsinvestitionen im zweiten Quartal eintritt, müssen nun zwar in den kommenden beiden Monaten wieder Anstiege gemeldet werden, wir sind aber zuversichtlich, dass dies auch passieren wird. Die US-Industrie, aber auch die US-Wirtschaft insgesamt, befinden sich auf einem Wachstumspfad, der an Stabilität gewinnt. Nur an frühere Aufschwünge reicht dieser weiterhin nicht heran.
Quelle: DekaBank



