Japans Finanzminister Jun Azumi hat am Dienstag weitere mögliche Interventionen am Devisenmarkt in Aussicht gestellt. Wenn der Wechselkurs die ökonomischen Verhältnisse nicht angemessen wiederspielt und durch die Spekulanten verzerrt werde, könne man weitere Schritte nicht ausschließen, so die Worte, berichtet Bloomberg am Dienstag.
Daten der japanischen Notenbank zeigen, dass bei der Intervention im Herbst vergangenen Jahres, japanische Yen im Wert einer Rekordsumme von umgerechnet fast 100 Milliarden US-Dollar verkauft worden sind. Händler gehen davon aus, dass die nächste große Intervention erfolgen wird, sobald der Kurs von USD/JPY unter das Allzeittief von 75,57 fallen wird.
"Die japanische Regierung hat deutlich gemacht, dass eine weitere Aufwertung des Yen gestoppt werden soll. Dies lässt die Spekulanten derzeit etwas vorsichtiger werden“, zitierte Bloomberg Hideki Shibata Tokai Tokyo Research.
USD/JPY handelt aktuell bei 76,71. Widerstand liegt bei 78,30 (Hoch vom 25.1.). Unterstützung liegt bei rund 76,00 (Tief vom 1.2.2012). Darunter käme das Allzeittief vom 30.10.2011 ins Visier.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.




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