Madrid/London (BoerseGo.de) – Einem Zeitungsbericht zufolge will die spanische Regierung sich mit der Mittelbeschaffung für die angeschlagene Großbank Bankia bis Oktober Zeit lassen. Wie das „Wall Street Journal“ (WSJ - Freitagausgabe) unter Berufung auf eine Regierungssprecherin berichtet, habe man mindestens bis Oktober Zeit, die nötigen 19 Milliarden Euro herbeizuschaffen.
Woher das Geld kommen soll, ist teilweise noch unklar. Offenbar hofft Madrid in den verbleibenden Monaten, „den richtigen Moment zum Geldauftreiben zu erwischen und neben den Finanzmärkten vielleicht noch andere Quellen zu erschließen“, wie das WSJ weiter schreibt. Vorrangiges Ziel sei es dabei, möglichst ein Rettungspaket für das ganze Land zu vermeiden.
Zunächst solle im Juli aus dem nationalen Bankenrettungsfonds (FROB), der nach einer Kapitalerhöhung aktuell über 12 Milliarden Euro verfügt, eine Summe von 7 Milliarden Euro an die Bankia überwiesen werden. Weitere 12 Milliarden sollen dann im Oktober folgen. „Wir müssen das Geld nicht sofort besorgen und wenn wir es tun, dann muss es nicht alles auf einmal sein“, sagte eine Regierungssprecherin.



