• Wall Street ist sich über weiteres Eingreifen der Fed und EZB fast sicher

    Dienstag 31.07.2012, 17:50 Uhr
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    New York (BoerseGo.de) - Nach der jüngsten Umfrage des US-Börsensenders CNBC erwarten die Märkte nunmehr in überwältigender Zahl eine bedeutsame Aktion der Zentralbanken sowohl in den USA wie auch in Europa. In der Umfrage gehen 89 Prozent davon aus, dass die EZB weitere Staatsanleihen kaufen wird. Bei 78 Prozent herrscht die Meinung, dass die Fed eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik angehen wird. In der aktuellen Umfrage glauben diejenigen, die eine weitere Lockerung der Geldpolitik voraussagen, dass die Fed 532 Milliarden an Wertpapieren aufkaufen wird, wobei diese Zahl im Juni noch bei 451 Milliarden Dollar gelegen hatte. Die klare Erwartung, die 74 Prozent der Befragten vertreten, geht dahin, dass die Fed bei einem neuen Programm eine Kombination von Staatsanleihen und mit Hypotheken besicherten Anleihen ankaufen wird. Die Ankündigung eines weiteren Stimulusprogramms wird vom Markt nicht für das Treffen in dieser Woche erwartet. Nur 26 Prozent der Befragten meinen, dass die Fed schon bei ihrem Treffen am kommenden Mittwoch den Startschuss geben wird. Die Hälfte der Befragten erwartet eine solche Ankündigung im September, der Rest zu einem späteren Zeitpunkt, wobei 10 Prozent einen solchen Schritt erst für 2013 voraussehen.

    "Die hauptsächliche Begründung für eine dritte Runde der Lockerung der Geldpolitik wird darin gesehen, dass die Fed zur Erfüllung ihrer Rolle mehr tun muss, um die Periode eines suboptimalen Wachstums des Bruttoinlandsprodukts zu beenden", so Mike Dueker von Russel Investments. Er erwartet ein Tätigwerden der Fed noch diese Woche. Widerspruch kommt allerdings von John Katter von Eastern Investment Advisors. "Obwohl auch ich an eine weitere Lockerung der Geldpolitik glaube, wird es doch nicht dieses Jahr sein. Für einen solchen Schritt ist die Wirtschaft nicht schwach genug, auch steht es mit den Aktienmärkten gut und die Zinsen liegen niedrig genug. Einen völlig anderen Standpunkt nimmt der frühere Fed-Präsident Lee Hoskins ein, der auf ein anhaltend suboptimales Wachstum in der Folge von verschiedenen Stimulusprogrammen der Fed hinweist. "Ein QE3-Programm aufzulegen und auf eine andere Wirkung zu hoffen, grenzt an Irrationalität", so Hoskins.

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