• Wall Street schließt etwas fester - Höchster Wochenverlust 2012

    Samstag 24.03.2012, 15:07 Uhr
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    (Technische Wiederholung) 
     
    

    NEW YORK (Dow Jones ) - Enttäuschende Daten vom Immobilienmarkt haben die Notierungen an Wall Street am Freitag belastet. Allerdings saß der Schrecken bei Anlegern nicht sehr tief, denn die Indizes erholten sich wieder deutlich und schlossen etwas fester. Auf Wochensicht stand dennoch der höchste Verlust im laufenden Jahr zu Buche. Händler zeigten sich angesichts der schwachen Datenlage durchaus angetan von dem Kursentwicklung des Berichtstages. "Die Immobiliendaten werden heute etwas ausgeblendet. Anleger sagen sich, die Konjunktur läuft doch eine ganze Ecke besser als noch vor Kurzem befürchtet und viele Aktien sind wirklich attraktiv bewertet. Das schreit doch geradezu nach Schnäppchenjägern nach den Verlusten der laufenden Woche", beschrieb Marktstratege Richard Sichel von Philadelphia Trust die Stimmung am Aktienmarkt.

    Die Zahl der US-Neubauverkäufe hat sich im Februar schwächer entwickelt als erwartet. Die Zahl der verkauften Neubauten sank auf den niedrigste Wert seit Oktober 2011. Ökonomen hatten dagegen mit einem Anstieg gerechnet. Meldungen wie diese waren es, die die Rally bei den Notierungen der US-Staatsanleihen den vierten Tag in Folge am Leben hielten. Händler sprachen von einer Rückkehr alter Probleme und meinten die europäische Schuldenkrise. Die Renditen für zehnjährige Benchmarkanleihen Spaniens und Italiens haben in den vergangenen Tagen kräftig angezogen und notierten wieder - im Fall von Spanien sogar deutlich - über der Marke von 5 Prozent. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 2,000 Prozent stiegen um 12/32 auf 97-28/32 und rentierten mit 2,24 Prozent. Der mit 3,125 Prozent verzinste Longbond gewann 26/32 auf 96-14/32, seine Rendite fiel damit auf 3,31 Prozent.

    Am Ölmarkt interessierte man sich weder für den US-Immobilienmarkt, noch für die europäische Schuldenkrise. Hier waren alle Augen auf den Iran gerichtet. Meldungen über deutlich fallende Exporte aus dem ölreichen Land befeuerten die Rohölpreise massiv. Zwischenzeitlich wurden die Ölpreise mit den Schlagzeilen vom Persischen Golf auf den höchsten Stand seit drei Wochen katapultiert. Anschließend beruhigte sich die aufgeheizte Stimmung wieder und die Ölpreisen kamen deutlich von ihren Tageshochs zurück. An der New Yorker Rohstoffbörse Nymex kletterte der nächstfällige Maikontrakt auf ein Barrel Leichtöl der US-Sorte WTI zum Settlement um 1,4 Prozent bzw 1,52 Dollar auf 106,87 Dollar - in der Spitze unmittelbar nach den Iranmeldungen ging es bis auf 108,25 Dollar nach oben. An der ICE stieg der Markt führende Maikontrakt der europäischen Referenzsorte Brent um 1,6 Prozent oder 1,99 Dollar auf 125,13 Dollar - das Tageshoch lag bei 127,06 Dollar.

    Am Aktienmarkt hatte KB Home bereits vor den Hausverkäufen für einen Paukenschlag gesorgt. Das Unternehmen, einer der größten Hausbauer in den USA, hat in den Monaten Dezember bis Februar einen Verlust je Aktie von 0,59 Dollar verbucht. Das ist mehr als doppelt so viel wie Analysten mit 0,24 Dollar je Aktie erwartet hatten. Auch der Umsatz blieb weit hinter den Prognosen zurück. KB Home verloren daraufhin um 8,5 Prozent auf 10,29 Dollar.

    Bei Nike legten Umsatz und Gewinn in den Monaten Dezember bis Februar zwar kräftig zu, Anleger hatten sich aber bei den Erlösen etwas mehr erhofft. Die Aktie verbilligte sich um 3,2 Prozent auf 107,42 Dollar. Apple waren kurzzeitig vom Handel ausgesetzt. Grund waren Schwierigkeiten und fehlerhafte Handelsaufträge bei der Handelsplattform BATS Global Markets. An der Nasdaq büßten Apple dann aber regulär 0,5 Prozent auf 596,05 Dollar ein.

    Micron Technology fielen um 3,6 Prozent auf 8,40 Dollar. Der Halbleiterhersteller aus Idaho hat von Dezember bis Februar zwar etwas mehr umgesetzt als Analysten prognostiziert hatten, der Verlust fiel jedoch mit 0,23 Dollar je Aktie höher als mit 0,19 Dollar vorhergesagt aus. Die Titel des Bohrspezialisten Layne Christensen gaben um 2,1 Prozent auf 21,96 Dollar nach. Die Gesellschaft warnte vor einem Ergebnis unter Markterwartung.

    Nach Viertquartalszahlen unter Marktprognosen ging es für die Aktien des Büromöbelanbieters Steelcase um 2,3 Prozent auf 9,08 Dollar talwärts. Wet Seal sanken um 7,6 Prozent auf 3,28 Dollar, der Bekleidungseinzelhändler lieferte einen schwachen Ausblick, die Geschäftszahlen trafen die Prognosen dagegen.

     
    INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
    DJIA          13.080,73   0,27    34,59 
    S&P-500        1.397,11   0,31     4,33 
    Nasdaq-Comp.   3.067,92   0,15     4,60 
    Nasdaq-100     2.728,55  -0,11    -2,95 
     
     
    DEVISEN   zuletzt 
    EUR/USD    1,3267 
    EUR/JPY  109,3738 
    EUR/CHF    1,2051 
    USD/JPY   82,4400 
    GBP/USD    1,5870 
     
    DJG/DJN/flf 
    

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