• Wird Griechenland ein zweites Lehman-Debakel?

    Freitag 05.02.2010, 14:41 Uhr
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    Die Finanzkrise hat eine neue Dimension erreicht. Von Bankenebene ist sie auf Staatsebene vorgerückt. Ein Händler ging am Freitag sogar soweit zu sagen, Griechenland fallen lassen hieße einen Lehman-Tsunami zu wiederholen.

    Risiko ist wieder „out“, der US-Dollar seit Anfang Dezember und der japanische Yen seit Mitte Januar wieder „in“. Sie werden gekauft, verkauft werden der durch die PIG-Staaten geschwächte Euro und die auf die Rohstoffnachfrage sensibel reagierenden Rohstoffwährungen australischer, kanadischer und neuseeländischer Dollar. Die rohstoffverlinkten Währungen leiden zusätzlich an den ungewöhnlichen chinesischen Maßnahmen zur Straffung der Geldpolitik.

    Die das Risiko scheuenden Kapitalströme erreichen nach fast zweimonatiger Verzögerung nun auch die Rohstoff- und Aktienmärkte. Trotz Dollar-Rally stieg der S&P 500 zunächst noch um weitere 4% (Anfang Dezember bis 15. Januar), seit Mitte Januar ging es aber dynamisch um 7.3% abwärts.
     
    Die Währungsschwankungen könnten als Frühindikator für die kommende Entwicklung der Aktien- und Rohstoffmärkte verstanden werden.

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