FRANKFURT (Dow Jones) - Am deutschen Aktienmarkt stehen die Chancen auf weitere Kursgewinne zu Wochenbeginn gut. Die zahlreichen guten Quartalszahlen und die besser als erwarteten Daten zum ifo-Geschäftsklima am Freitag bildeten ein tragfähige Fundament, heißt es aus dem Handel. Unterstützung bekomme der Aktienmarkt von einem freundlich tendierenden Euro, nachdem das Ergebnis des Treffens der Finanzminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Gyeongju, Korea, am Wochenende als enttäuschend aufgenommen wurden. Die Deutsche Bank indiziert den DAX um 8.10 Uhr mit 6.660 Punkten, einem Plus von 0,8% gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag.
Das bisherige Jahreshoch des DAX liegt bei 6.624 Punkten. Charttechniker sehen den Leitindex im Bereich von 6.500 Punkten unterstützt, Widerstand machen sie bei 6.750 Punkten aus. Der Dollar werde im Hinblick auf die erwartete Ausweitung der Geldmenge durch die US-Notenbank in der kommenden Woche erneut verkauft, heißt es.
Die Agenda der Konjunkturdaten ist zum Wochenstart dünn bestückt. Höhepunkt ist am frühen Nachmittag eine Rede von US-Notenbank-Chairman Ben Bernanke. Darüber hinaus werden aus den USA der Chicago-Fed-National-Activity-Index (CFNAI) und die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser im September erwartet. Von den Märkten wird der CFNAI jedoch in der Regel ignoriert. Aus dem Euroraum steht am Vormittag der Auftragseingang der Industrie im August zur Veröffentlichung an.
Ein Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit dem Continental-Chef wird von Marktteilnehmern als weitere Bestätigung der hervorragenden Lage der Automobilindustrie gewertet. Danach will der Autozulieferer deutlich mehr als eine halbe Milliarde Euro in neue Reifenwerke in China und Südamerika investieren. Das mehrfach nach oben korrigierte Umsatzziel von mindestens 15% mehr als 2009 könnte Continental womöglich nochmals anheben, fügte der Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhart hinzu. Die Aktie legt im vorbörslichen Handel um 1,5% zu.
Angebliche Gespräche des Baukonzerns Hochtief mit dem Emirat Katar über einen möglichen Einstieg werden zurückhaltend bewertet. "Die Aktie ist kein Schnäppchen mehr", meint ein Marktteilnehmer. Damit wäre eine Investition für Katar nicht gerade günstig. Als günstig werden jedoch die anhaltend positiven Nachrichten zur Geschäftsentwicklung erachtet. So hat die australische Hochtief-Tochter Leighton hat aus dem Irak einen Auftrag im Wert von 733 Mio USD erhalten.
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