Die zehnjährige US-Rendite überraschte gestern mit einem deutlichen Anstieg. Auf Grund der Aktualität behandeln wir daher heute diesen Chart und werden morgen den eigentlich für heute vorgesehenen Dow Jones Index analysieren.
Gekennzeichnet war die Tendenz der Rendite seit Anfang Dezember durch einen Seitwärtsbewegung, in deren Rahmen die Sätze auf Schlusskursbasis zwischen 1,80% und 2,10% schwankten. Zwischenzeitlich bestand sogar die Möglichkeit eines leicht abwärts gerichteten Trendkanals (s. gestrichelte Linien), ab Februar rangierte die Rendite aber am oberen Rand des besagten Seitwärts-Korridors. Mit dem Ausbruch stellt sich nun die Frage, wie weit die Sätze anziehen können.
Unter charttechnischen Gesichtspunkten dient eine Seitwärtsbewegung um „Kraft zu sammeln“ Meist folgen diesen Phasen deutliche und dynamische Aufwärtswellen. In den kommenden Tagen kann die Kurve zwar nochmals zurückkommen und auf die ehemalige Begrenzung bei 2,10% aufsetzen, anschließend müssen Anleger aber ein Ziel von mindestens 2,41% anpeilen. Einerseits befindet sich auf diesem Niveau ein Widerstand, andererseits lässt sich diese Marke durch charttechnische Methoden als Mindestziel berechnen.
Im Kielwasser der amerikanischen Rentenmärkte käme natürlich auch unser heimischer Bund Future unter Druck, der nach der Kontraktumstellung ohnehin bereits sehr weit von seinen Höchstständen entfernt rangiert. Mit Blick auf einige Handelstage käme dann die Marke von zunächst knapp 137,00% und anschließend etwa 133,00% in Betracht.
Passend dazu zeigt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe Anfänge einer – noch nicht vollendeten und daher auch noch nicht gültigen – W-Formation. Sollte diese Formation durch Schlusskurse über der 2,00%-Marke bestätigt werden, ließe sich ein Zielniveau von 2,27% berechnen.
Fazit: Wir rechnen mit einer anziehenden US-Rendite für den zehnjährigen Bond bis in den Bereich von etwa 2,40%. An dieser Marke muss dann eine Neueinschätzung erfolgen.

Quelle: WGZ-Bank



