Laut dem „ZertifikateBerater“ (DZB) läuft jetzt der Countdown für die Ausschüttungen an Lehman-Gläubiger, endete doch bereits am 17. April der Insolvenzschutz für die ehemalige Investmentbank. Von den rund 300 Mrd. US-Dollar, die an Forderungen im Raume stehen, sollen laut Schätzungen insgesamt 65 Mrd US-Dollar bedient werden, darunter auch Ansprüche aus Zertifikaten der niederländischen Tochter Lehman Brothers Treasury (LBT), für die sich die Forderungen alleine auf 35 Mrd. US-Dollar belaufen.
Während die meisten Gläubiger nur noch einen Teil ihrer angemeldeten Ansprüche erhalten dürften, könnte sich die Rückzahlung für Kunden der ehemaligen Citibank (heute Targo-Bank) sogar noch lohnen, da sie bereits laut dem „Berliner Tagesspiegel“ auf Kulanzbasis 80 Prozent ihres in Lehman-Zertifikaten investierten Kapitals zurückbekommen hätten, ohne gleichzeitig die damit verbundenen Ansprüche an die Bank abtreten zu müssen. Dadurch könnte bei einer Rückzahlungsquote von mehr als 20 Prozent in der Summe möglicherweise noch ein kleiner Gewinn herausschauen.



